„Ich müsste über einiges nachdenken“

Sokratis deutet Wechselwunsch an

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Misstöne gibt’s offenbar nicht: Sokratis (l.) und Trainer Thomas Schaaf gestern auf Tuchfühlung beim Training. ·

Bremen - Sokratis sagt von sich, er sei „kein Träumer“. In der Vergangenheit war mitunter der gegenteilige Eindruck entstanden, weil der Grieche auch in Phasen der Erfolglosigkeit standhaft von der Champions League als für Werder Bremen erreichbares Ziel sprach. Vorbei.

Im Interview mit dem „kicker“ hakte er das Thema Europa ab. In dieser Saison werde es „wohl kaum“ gelingen, sagte er, „dafür fehlt uns die Konstanz. So können wir nicht nach oben kommen.“

Zwangsläufig zieht dieser Pessimismus eine Frage nach sich: Was wird aus Sokratis, wenn Werder auch in der kommenden Saison in Europa keine Rolle spielt? „Dann müsste ich im Sommer über einiges nachdenken“, antwortete er in dem Interview. Oder anders gesagt: Sein Verbleib bei Werder wäre dann trotz des bis 2016 datierten Vertrages nicht sicher.

Gestern, nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft, war Sokratis bemüht, Brisanz aus der Geschichte zu nehmen. „Ich möchte lieber international spielen. Dass ich mir Gedanken mache, heißt jedoch nicht, dass ich entschlossen bin zu gehen. Es ist ein großer Unterschied, ob ich nur über etwas nachdenke oder es dann auch tue“, sagte er auf Nachfrage und ergänzte: „Ich schaue mich nicht nach Alternativen um.“

Eine Ausstiegsklausel habe er sich nicht in den Vertrag schreiben lassen, bekräftigte er. Aber der gängigen Praxis unter dem ehemaligen Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs folgend, hat auch Sokratis die Zusage, bei einem guten Angebot vorzeitig gehen zu können. „So ist es damals besprochen worden“, erklärte Sokratis im „kicker“. Gestern schränkte er ein: „Wenn es ein gutes Angebot gibt, ist Werder als erstes dran, darüber nachzudenken.“

Thomas Schaaf hatte auf die Interview-Aussagen seine Abwehrchefs zuvor ausweichend reagiert. „Nachdenken schadet nicht. Er wird jetzt schon darüber nachdenken, was wir in den nächsten Wochen erreichen können – und das wird seine Gedanken beeinflussen. Wenn er und alle anderen ihre Leistung bringen, werden gute Gedanken kommen. Wenn nicht, kommen andere“, sagte der Coach. · mr/csa

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