Polens Nationaltrainer in Bremen / „Dinge in Ruhe anhören“

Smuda trifft Boenisch

Deutschland oder Polen? Sebastian Boenisch schwankt noch.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Franciszek Smuda macht ernst: Der Trainer der polnischen Fußball-Nationalmannschaft war am Wochenende wie angekündigt in Bremen, um Werders Linksverteidiger Sebastian Boenisch für seine Nationalelf zu gewinnen.

Gestern Mittag traf sich Smuda mit Boenisch’ Eltern Gabriele und Peter, um erste Eindrücke zu sammeln. Nach dem Spiel gestern Abend gegen Borussia Dortmund wollte er sich noch mit Boenisch selbst treffen.

„Es war mir wichtig, dass Smuda mit meinen Eltern geredet hat. Sie sollten sich auch ein Bild machen“, sagte Boenisch, der sich später die Vorstellungen des polnischen Coaches „in Ruhe anhören“ wollte. Einen Schnellschuss wird es aber nicht geben. „Ich werde sicherlich noch ein paar Nächte drüber schlafen und mir mit meiner Entscheidung Zeit lassen“, erklärte der 22-Jährige.

Boenisch hat bislang 20 Länderspiele in der U 21 und U 20 für Deutschland absolviert, darf aber den Verband noch wechseln, solange er kein Pflichtspiel für die A-Nationalmannschaft gemacht hat.

Der Trubel in Polen um seine Person sei derzeit ziemlich groß, wie der Werder-Profi berichtete. Gleich fünf polnische Journalisten und ein Kamerateam waren ins Weserstadion gekommen, um das Duell des Bremers mit dem polnischen Nationalspieler – und vielleicht künftigen Kollegen – Jakub Blaszczykowski zu verfolgen. Doch auch die polnischen Kollegen bekamen keine Antwort auf ihre wohl dringlichste Frage: Wird Boenisch künftig für Polen spielen?

„Ich werde auch noch mit Klaus Allofs darüber reden. Seine Meinung ist mir sehr wichtig“, sagte Boenisch. Der Werder-Sportchef hatte sich klar dafür ausgesprochen, dass sein Spieler die Geduld aufbringen soll, um auf einen Einsatz im DFB-Team zu hoffen. Doch Boenisch überlegt ernsthaft, ob er nicht doch für sein Geburtsland spielen soll. „Ich setze mir aber kein Zeitfenster und habe auch in meinen Gesprächen mit Stefan Majewski vom polnischen Verband kein Ultimatum bekommen“, meinte Boenisch.

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