2:0 im Wesersadion

Skripnik gelingt Befreiungsschlag bei Heimpremiere

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1:0 durch Prödl, 2:0 durch Bartels - Werder feierte gegen den VfB Stuttgart den ersten Heimsieg der Saison.

Bremen - Von Britta Körber. Das Heimdebüt von Werder Bremens Trainer Viktor Skripnik ist voll und ganz gelungen. Der 44-Jährige gewann am Samstagabend mit seinem Team 2:0 (1:0) gegen den VfBStuttgart und damit sein drittes Pflichtspiel in Serie als Chefcoach des norddeutschen Fußball-Bundesligisten.

Sebastian Prödl (30. Minute) brachte die Bremer vor 40 284 Zuschauern in Führung, Fin Bartels (57.) erhöhte. Mit zehn Punkten gaben die Hanseaten auch die Rote Laterne in der Bundesliga-Tabelle ab und überholten die Schwaben (9 Punkte). Der VfB ist nun seit acht Partien ohne Sieg an der Weser.

Skripnik, der bei seiner Premiere im Weserstadion als Nachfolger von Robin Dutt frenetisch begrüßt wurde, bot anders als imPokal in Chemnitz nicht Ludovic Obraniak als Zehner hinter den Spitzen auf, sondern den früheren St.-Paulianer Bartels. Felix Kroos vertraute er dagegen erneut als einzigem Sechser in der Raute.

Werder begann mit mehr Schwung und hatte nach drei Minuten die erste Möglichkeit durch einen Distanzschuss von Zlatko Junuzovic aus rund 25 Metern. Der Ball ging nur knapp links am Tor von Keeper Thorsten Kirschbaum vorbei. Der Österreicher (16.) prüfte den Schlussmann gleich noch einmal, ohne dass die Gäste zwischendurch gefährlich werden konnten.

Beim VfB fehlte nur Innenverteidiger Georg Niedermeier. Die beste Chance hatte die Mannschaft von Trainer Armin Veh, als Sercan Sararer (21.) den Ball über rechts gefährlich in den Strafraum brachte, doch der Ex-Bremer Martin Harnik verfehlte knapp. Davon schienen die Norddeutschen beeindruckt und zogen sich etwas zurück. Durch einen Kopfball von Prödl nach Vorlage des starken Junuzovic gingen die Gastgeber in Führung. Der Ball prallte von Antonio Rüdiger ins Netz, das Tor wurde aber dem Österreicher gutgeschrieben.

Werder feiert ersten Heimsieg der Saison

Fast im Gegenzug hätte Christian Gentner (31.) für den Ausgleich sorgen müssen, doch der Kapitän köpfte den Ball am langen Pfosten auf den Boden und dann über die Latte statt ins leere Tor. Ein Weitschuss der drängenden Gäste von Alexandru Maxim (34.) ging ebenfalls drüber. Werders Abwehr war alles andere als sattelfest. Wolf rettete gegen Harnik (38.) zur Ecke, kurz danach zog Eljero Elia auf der Gegenseite äußerst eigensinnig zu früh ab. Die Bremer Führung war zur Pause äußerst glücklich.

Nach der Pause verfehlte Rüdiger nach einer Ecke von Maxim per Fallrückzieher nur knapp (49.). Werder hatte große Mühe, den Offensivdrang der Schwaben in Grenzen zu halten, bäumte sich aber im Laufe der zweiten Halbzeit auf. Nach einer Ecke von Junuzovic traf Bartels unhaltbar zum 2:0. Der umworbene Argentinier Franco di Santo (68.) vergab erneut. Der VfB verpasste es, aus seinen Torchancen wie erneut durch Rüdiger (63.) Kapital zu schlagen und wurde zusehends mutloser.

Statistik und Spieldaten

Werder Bremen - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Werder Bremen: Wolf - Gebre Selassie, Prödl, Gálvez, Garcia - Kroos (89. Obraniak) - Fritz, Junuzovic - Bartels (82. Aycicek) - Di Santo, Elia (56. Makiadi)

 VfB Stuttgart: Kirschbaum - Klein, Schwaab (65. Baumgartl), Rüdiger, Sakai - Gentner, Romeu - Sararer (63. Werner), Maxim, Kostic - Harnik

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken)

Zuschauer: 40 284

Tore: 1:0 Prödl (30.), 2:0 Bartels (57.)

Gelbe Karten: Obraniak (1) / Romeu (4)

Ballbesitz in %: 36,8 - 63,2

Torschüsse: 12 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 47,8 - 52,2

 Fouls: 13 - 13

 Ecken: 4 - 4

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