Pizarro verrät sein Erfolgsrezept und lobt das Trainerteam

Skripnik freut sich nur innerlich

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Viktor Skripnik

Leverkusen - Viktor Skripnik gönnte sich gestern Abend kein Lächeln. Nahezu emotionslos kommentierte Werder Bremens Coach den doch so unglaublichen und gerade für ihn so wichtigen 4:1-Sieg in Leverkusen. „Wir haben gewonnen, das war’s“, meinte der Ukrainer – und nannte umgehend auch den Grund für seine Zurückhaltung: „Ohne einen Dreier am Samstag ist dieser Dreier nicht mehr so wichtig.“

Dann kommt nämlich Hannover 96 ins Weserstadion. Und gegen das Schlusslicht soll endlich der erste Heimsieg seit über einem halben Jahr her. Erst das wäre der große Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Wenngleich Skripnik zumindest zugab: „So ein souveräner Sieg kann uns schon Selbstvertrauen geben. Die Jungs haben gesehen, dass sie es können.“

Das gilt auch für Skripnik und sein Trainerteam. Zum einen waren die Bremer endlich mal ohne Angst und dafür ziemlich mutig ins Spiel gegangen. Zum anderen hatten sie den perfekten Plan dabei – wie schon im Pokal an selber Stelle. „Wir haben den Gegner sehr gut studiert, wir wussten genau, was wir machen müssen: warten und dann kontern“, beschrieb Claudio Pizarro das Erfolgsrezept und lobte somit auch die Arbeit von Skripnik und Co..

Skripniks Werdegang bei Werder

Dass am Ende wirklich „alles passte“, wie Pizarro freudestrahlend verkündete, lag vor allem auch an ihm selbst. Drei Mal hatte der 37-Jährige zugelangt. Wie macht er das nur? „Ganz einfach“, antwortete der Peruaner: „Zack, zack, zack.“ Es waren seine Bundesliga-Treffer acht, neun und zehn in dieser Saison. „Wahnsinn“, entfuhr es da sogar Skripnik – allerdings ohne Lächeln. Er blieb auch dabei ernst.

Das lag sicher auch an der Kritik an seiner Person in den letzten Tagen. Er galt bereits als Trainer auf Abruf. Deshalb ist Sportchef Thomas Eichin erleichtert, „dass wir bei diesem Thema jetzt zwei, drei Tage mal Ruhe haben, und ich keine Fragen zum Trainer beantworten muss, die ich sowieso nicht beantworte.“

Eichin grinste dabei. Er gönnte sich einen Schuss öffentliche Freude, mehr jedoch nicht. Es sei zwar schön, endlich mal über dem Strich – also den Abstiegsrängen zu stehen, „aber wir haben jetzt wieder ein Endspiel vor uns, in dem wir unbedingt nachlegen müssen.“ 

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