Skripnik experimentiert im Training

Vestergaard als neuer Sechser?

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Kein Vorbeikommen: Jannik Vestergaard (links) gab Claudio Pizarro gestern keine Chance.

Bremen - Es begann gestern Morgen ganz bekannt mit der berühmten Werder-Raute und zwei Stürmern. Doch dann nahm das Trainingsspiel eine überraschende Wendung. Coach Viktor Skripnik griff in die Taktikkiste und zauberte Jannik Vestergaard vor die Abwehr. Sollen so die lauf- und spielstarken Mainzer am Samstag gestoppt und schließlich geknackt werden?

Das System ähnelte dabei dem gegen die Bayern. Vor der Viererkette (Gebre Selassie, Lukimya, Galvez, S. Garcia) gab es in Vestergaard einen Sechser und davor eine weitere Viererkette (Bartels, Fritz, Bargfrede, Junuzovic). Im Sturm mimte Anthony Ujah den Alleinunterhalter. Eine extrem defensive Aufstellung mit drei gelernten Innenverteidigern. Keeper Felix Wiedwald fand es grundsätzlich nicht schlecht: „Die Null muss ja jetzt auch stehen.“ Außerdem habe sich das 4:1:4:1-System gegen die Bayern bewährt. „Wir haben kaum Chancen zugelassen“, erinnerte sich Wiedwald.

Aber ist Vestergaard wirklich ein guter Sechser? Hoffenheims Coach Markus Gisdol glaubte daran, schickte den 1,99-Meter-Mann vor einem Jahr zwei Mal aus der Abwehr ins Mittelfeld. „Ich bin aber in erster Linie ein Innenverteidiger, der auch mal Sechser spielen kann“, sagte Vestergaard im Januar nach seinem Wechsel zum SV Werder. Die vermeintlich neue Position bei den Hoffenheimern sei einer der Gründe für seine Flucht aus dem Kraichgau gewesen. Nun droht dem 23-Jährigen in Bremen ähnliches Ungemach.

Vielleicht war es aber auch nur ein Bluff. Schließlich sind unter den Kiebitzen beim Training immer wieder Vertreter des nächsten Gegners. Und Wiedwald wünscht sich zwar viel, aber auch nicht zu viel Defensive: „Gegen die Bayern mit ihrer besonderen Klasse war das sicher eine Ausnahme. Wir müssen uns nicht immer so einigeln.“

Also doch die Raute? In der durfte gestern wie gewohnt Philipp Bargfrede als Sechser ran. Als zweiter Stürmer neben Ujah kam Melvyn Lorenzen zum Einsatz. Und nicht Claudio Pizarro. Der 37-jährige Peruaner ist auch sechs Wochen nach seiner Verpflichtung noch weit von seiner Bestform entfernt und fiel bei den Trainingsspielen kaum auf. Das lag auch an Vestergaard, der sowohl in als auch vor der Arbeit ziemlich robust zu Werke ging.

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