Orientierung am Überraschungs-Fünften

Augsburg ist Werders leuchtendes Vorbild

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Zufrieden mit der Werder-Saison: Trainer Viktor Skripnik (r.) und Sportchef Thomas Eichin – hier nach dem 3:2-Rückrundensieg gegen den FC Augsburg, dem sie nacheifern wollen.

Bremen - Sie wollen feiern und sich erholen! Nach dem Freundschaftsspiel in Flensburg reisten die Werder-Profis gestern direkt nach Hamburg. Von dort ging es per Flieger nach Mallorca, auf Einladung des Vereins.

„Das haben sich die Jungs echt verdient“, meint Sportchef Thomas Eichin. Eine Abschlussfahrt – das gab’s schon ewig nicht mehr. Beim Entspannen am Strand werden die Bremer sicher auch noch mal die auf Platz zehn beendete Saison Revue passieren lassen und vielleicht schon ein bisschen an die Zukunft denken. Trainer Viktor Skripnik, mit seinen Assistenten ebenfalls auf „Malle“ dabei, hat das – gemeinsam mit Eichin – bereits getan. Die Beiden schauten zurück und nach vorn.

Dass Werder nach besorgniserregendem Saisonstart die Kurve kriegte und in der Rückrunde das Thema Abstiegskampf schnell ad acta legte, macht die Bremer Verantwortlichen hörbar stolz. „Im Herbst haben wir von allen Seiten gehört, dass wir schon unter der Erde sind. Aber dann haben die Jungs Großartiges geleistet“, schwärmte Skripnik, der Ende Oktober Robin Dutt als Chefcoach abgelöst und die Wende zum Guten eingeleitet hatte. „Am Ende haben wir unser Ziel erreicht und sind nicht abgestiegen“, sagte der Ukrainer. Eichin, der einen einstelligen Tabellenplatz anvisierte hatte, war nach dem Saisonfinale (2:3 in Dortmund) und dem endgültig geplatzen Europa-Traum „kurz sehr enttäuscht. Wie wir uns in die Saison reingearbeitet und als Team funktioniert haben – das hätte ein paar Plätze weiter oben verdient gehabt.“ Mit etwas Abstand zieht aber auch der Sportchef ein positives Resümee: „Wir haben allem Druck standgehalten, sind ruhig geblieben und haben unsere Spiele nicht mit Glück gewonnen – sondern, weil wir die bessere Mannschaft waren. Wir sind in der Lage, fast jeden Gegner zu schlagen. Das macht mir unglaublich Mut für die neue Saison.“ In der kommenden Spielzeit müsse Werder laut Eichin „nur ein paar Kleinigkeiten verändern – und dann können wir vielleicht so ein Ergebnis holen wie Augsburg.“

Werders Saison in Bildern

Oha, der Werder-Sportchef orientiert sich am Überraschungs-Fünften, der direkt für die Europa League qualifiziert ist. Doch nicht nur Eichin, auch Skripnik nennt den FCA als Vorbild: „Wir können unseren Weg mit dem von Augsburg vergleichen. Bei denen hat aber alles geklappt in dieser Saison, bei uns nur drei, vier Monate.“

Und genau da will der Chefcoach, den Eichin als „Glücksfall“ für Werder bezeichnete, nun ansetzen. „Wir wollen die gute Entwicklung weiterführen. Unser Ziel ist es, eine komplette, solide Saison zu spielen“, erklärte Skripnik. Am liebsten würde er seine Mannschaft immer so auftreten sehen wie während der Erfolgsserie zu Beginn der Rückrunde: „Diese Zeit hat mich richtig begeistert und an das alte Werder erinnert – und dieses alte Werder wollen wir wieder sein. Das braucht aber Zeit und Vertrauen.“

mr

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