Franzose hofft auf Comeback 2011 / „Situation ist gut für Werder“

Silvestre will schnell zurück – und scheut den Konkurrenzkampf nicht

Silvestre

Bremen - Schon seit einiger Zeit, genauer gesagt seit dem 27. August, weilt Mikael Silvestre wieder in Bremen. So richtig in Erscheinung getreten ist er bei Werder seither aber nicht.

Kein Wunder, wenn er sich auf dem Weg zu seinem Auto so gut tarnt, die Kapuze seiner dicken grauen Jacke gerade noch sein Gesicht freilässt. Dass der 34-jährige Franzose weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden ist, liegt aber hauptsächlich an seiner Verletzung. Nach seinem Knorpelschaden im rechten Knie, der am 4. Juli von Spezialist Professor Ulrich Boenisch in Augsburg operiert wurde, arbeitet Silvestre fast nur im Kraftraum oder im Schwimmbecken beim Aquajogging an seinem Comeback. Auf dem Trainingsplatz stand er erst ein Mal.

Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Dennoch wirkt Silvestre alles andere als unzufrieden: „Die OP ist sehr gut gelaufen, auch die Reha läuft sehr gut. Ich kann schon wieder einiges machen, aber natürlich noch dosiert. Jeden Tag wird gecheckt, was das Knie für eine Reaktion zeigt.“

Wann er wieder mit dem Ball trainieren kann, vermag der Abwehrmann nicht zu sagen. Auch nicht, wann eine Rückkehr ins „richtige“ Training möglich ist. Aber er klingt recht optmistisch. „Der Arzt hat gesagt, dass ich vier Monate pausieren muss. Ich hoffe weiterhin, dass ich im November wieder mit der Mannschaft trainieren und noch vor der Winterpause wieder spielen kann.“

Wenn er zurückkehrt, wird vieles anders sein. Als kurz nach dem Laktattest zu Beginn der Vorbereitung der Knorpelschaden diagnostiziert wurde, war die Verteidigernot ohnehin schon riesig – und er vergrößerte sie noch. Inzwischen aber ist Werder in diesem Bereich – trotz des Abgangs von Per Mertesacker – bestens bestückt. Sebastian Prödl ist wieder fit, Naldo auch. Sebastian Boenisch peilt ein Comeback in diesem Jahr an. Hinzu kamen die Verpflichtungen von Sokratis, Lukas Schmitz und Aleksandar Ignjovski. Ziemlich viel Konkurrenz, doch Silvestre sieht’s erstaunlich locker. „Das ist doch gut für Werder“, sagt der Franzose und ergänzt mit Blick auf seine ärgsten Widersacher im Kampf um die Linksverteidiger-Position, die er meistens einnahm: „Die Situation ist gut für Ignjovski, sie ist gut für Schmitz – und auch gut für mich. Denn dann muss man sich selbst noch mehr pushen.“ · mr

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