Silvestre – wie werden die Fans morgen reagieren?

Steht morgen besonders im Blickpunkt: Mikael Silvestre.

Werder-Bremen - BREMEN (flü) · Den 30. Oktober wird Mikael Silvestre so schnell nicht vergessen. Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg wurde der Bremer Linksverteidiger nach 59 Minuten ausgewechselt – und von den eigenen Fans gnadenlos ausgepfiffen. Das hatte vor gut einer Woche Thomas Schaaf auf den Plan gerufen. Der Werder-Trainer nahm sich Fans und Medien vor, verteidigte seinen Spieler.

Letzteres tat er auch gestern. Schaaf sagte aber auch: „Die Zuschauer haben ein Recht zu pfeifen. Sie haben das Recht, ihren Unmut zu äußern, wenn ein Spieler schlechte Leistungen bringt. Aber es müssen auch immer die besonderen Umstände berücksichtigt werden, unter denen ein Spieler gekommen ist.“

Und wie werden sich die Werder-Fans morgen im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt gegenüber Silvestre verhalten? Es ist der erste Auftritt des 33-Jährigen im Weserstadion nach dem gellenden Pfeifkonzert. „Ich weiß es nicht“, räumte Schaaf ein, machte aber deutlich: „Ich bin verantwortlich für meine Spieler. Für mich macht Mikael in seiner Arbeitshaltung keine Fehler, er bringt sich unheimlich ein, kämpft um seine Leistung, will etwas bewegen. Und dann ist es meine Pflicht, mich für diesen Spieler einzusetzen.“ Was letztendlich dabei herauskomme, muss nun der Fan entscheiden. „Wie die Zuschauer reagieren, werden wir sehen“, meinte Schaaf. Er wollte die Leistungen von Silvestre aber auch nicht schönreden. „Das war nicht das, was er sich wünscht und was wir uns wünschen. Es tut mir leid für ihn, dass er momentan nicht die Leistung zeigt, für die er steht.“

Daher müsse sich Silvestre „auch am Samstag der Kritik stellen, wenn er aufläuft. So wie sich jeder, auch ich, der Kritik stellen muss“, meinte Schaaf. Insgeheim wünscht sich der Bremer Coach natürlich, dass die Fans den Franzosen eher aufmunternd unterstützen werden: „Und ich hoffe, dass er gestärkt daraus hervorgeht.“

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