Werder-Profis bewerten Elia-Kauf positiv

Das Signal zum Angriff

Der Elia-Transfer „zeigt, dass wir noch mal angreifen wollen“, sagt Mittelfeldspieler Aaron Hunt. ·

Werder-Bremen - NORDERNEY · Naldo strahlt. Elia? „Super“, sagt der Brasilianer, „ich freue mich, dass er kommt. Ein Klasse-Spieler. Ich hoffe, er macht es gut für uns.“ So wie er denken die meisten Werder-Profis.

„Er is eine Riesen-Bereicherung“, glaubt beispielsweise Mehmet Ekici. Nur Aaron Hunt sagt, er sei „schon ein bisschen verwundert“ gewesen, als er das erste Mal vom Bremer Interesse an dem Flügelspieler gehört hatte. „Weil wir in Marko Marin doch gerade einen Spieler abgegeben haben, der eine ähnliche Position gespielt hat.“ Aber damit ist der kontroversen Auseinandersetzung auch Genüge getan. Hunt lobt Elia, wischt Zweifel an dessen Integrationsfähigkeit einfach weg („Das ist das kleinste Problem, er wird sich bei uns schon wohlfühlen“) und stellt voran, was er in erster Linie in Elia sieht: „Der Transfer zeigt schon, dass wir noch mal angreifen wollen.“

Eljero Elia als Signal, dass sich Werder nicht vor der Konkurrenz duckt? Die Kollegen sehen es so. „Wir haben jetzt eine gute Mannschaft zusammen. Wieso sollen wir nicht oben mitspielen können?“, formuliert Ekici Sätze mit ungeahnt forschem Inhalt. „Mit dem Kader können wir sicher in den Europacup kommen“, sagt auch Hunt.

Dabei ist der Kader wahrscheinlich noch nicht mal vollständig. Die Verpflichtung des 18 Jahre alten Mittelfeldtalents Hakan Calhanoglu vom Karlsruher SC ist in Arbeit, und Geschäftsführer Klaus Allofs nutzt sogar die Pluralform, wenn er über die verbliebenen Pläne zur Qualitätssteigerung des Personals spricht. „Bis Ende August gibt es noch viele Möglichkeiten. Ich will nicht ganz ausschließen, dass es noch zu weiteren Transfers kommen kann.“

Für welchen Bereich? Am nötigsten hat es der Angriff, genauer: das Sturmzentrum. In Neuzugang Nils Petersen und Niemand-weiß-was-er-kann-Angreifer Denni Avdic stehen nur zwei echte Spitzen zur Verfügung. Weshalb auch Hunt unverblümt sagt: „Hinten sind wir gut besetzt, im Mittelfeld auch – wenn man einen Mannschaftsteil suchen will, wo es dünn ist, dann im Sturm.“ · csa

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