Allofs: „Wenn man nicht nachlässt, kann man oben dabei bleiben“ / Die regelmäßigen Rückstände nerven

Ein Sieg, der auch ein Signal sein soll

Werder-Bremen - MAINZ · Tim Wieses Reaktion war zunächst wie immer. „Meine Fresse“, entfuhr es dem Werder-Keeper nach dem Mainzer 1:0 durch Niko Bungert. Doch in dieser Saison blieb sein Kopf oben, es war sogar ein leichtes Grinsen zu erkennen, und der Schlussmann verriet später: „Ich hab‘ so zu mir gesagt: Ach, das holen wir sowieso wieder auf.“

Diese neue Bremer Qualität ist einmalig in der Liga, kein Team holte so viele Punkte nach einem Rückstand. Das ist aus Werder-Sicht auch dringend nötig, denn die Mannschaft lag in elf Spielen acht (!) Mal zurück. Vier Mal wurde daraus wie in Mainz durch die Treffer von Claudio Pizarro (29.), Aaron Hunt (46.) und Sebastian Prödl (78.) noch ein Sieg. Platz vier in der Tabelle ist die Belohnung für diese bemerkenswerte Moral. „Das ist ein ganz wertvoller Sieg und ein wichtiges Signal an die Mannschaft: Wenn man nicht nachlässt, kann man oben dabei bleiben“, erklärte ein sichtlich erleichterter Klaus Allofs und fügte kämpferisch an: „Hinter den Bayern ist es ziemlich offen.“

Die Mannschaft genoss ebenso die Rückkehr in die Erfolgsspur nach drei Spielen ohne Sieg. Aber ausgelassen gejubelt wurde nur auf dem Platz, hinterher herrschte zumeist Realismus. Jeder hatte gesehen, dass Mainz zeitweise durchaus überlegen gewesen war. „In den letzten Wochen wollten wir das über das Spielerische lösen, heute sind wir marschiert“, betonte Kapitän Clemens Fritz den neuen Geist im Team. Und Sebastian Prödl analysierte: „Wir finden mehr über die Lauf- und Zweikampfwerte ins Spiel.“

Allerdings dauert das meist ein bisschen und benötigt auch fast immer einen Rückstand. „Es wäre echt mal schön, mit einem 3:0 in die Kabine zu gehen“, meinte Wiese und blickte schon mal auf den nächsten Samstag: „Zuhause gegen Köln, da können wir weiter nach oben klettern.“ · kni

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