Magath lobt die Wolfsburg-Profis

„Sie haben gelernt zu kämpfen“

Felix Magath

Bremen - Von Florian NeuhaussMit dem VfL Wolfsburg kommt morgen Felix Magath (57) nach Bremen. Der Erfolgscoach spricht im Interview über seine Philosophie, den Abstiegskampf und kritisiert die „Alibi-Aktionen“ vieler Vereine.

Herr Magath, Ihr Team hat zuletzt Köln 4:1 besiegt. Als „Belohnung“ gab es am nächsten Tag eine Einheit auf dem „Hügel der Leiden“. Wie passt das zusammen?

Magath:Viele Trainer sind der Auffassung, im Training müsste die meiste Zeit der Ball dabei sein. Das sehe ich anders. In einer Fußballpartie sind die Spieler ja auch meist ohne Ball unterwegs. Und natürlich nutze ich die Möglichkeiten unseres Trainingsgeländes aus. Außerdem sollte es jeder Profi verkraften, mal zehn Meter bergauf zu laufen.

Sie sagten, Ihr Team hätte nun verstanden, worum es geht. Was war den Spielern denn vorher nicht klar?

Magath:In Wolfsburg ist der Abstiegskampf nie Thema gewesen. Es hieß immer nur, dass der VfL von der Qualität her eigentlich besser stehen müsste. Aber wenn man zu diesem Zeitpunkt der Saison unten drinsteht, gibt es kein „eigentlich“ mehr. Jetzt ist das Bewusstsein da, dass es vor allem auf Einsatz ankommt. Sie haben gelernt zu kämpfen.

Stürmer Mario Mandzukic hat gegen Köln mit einem Doppelpack aufhorchen lassen. Was haben Sie mit ihm angestellt?

Magath:Nichts. Jeder Spieler hat seine Lieblingsrolle. Marios ist die des Stürmers und da spielt er jetzt. Wenn ein Angreifer trifft, ist er gut drauf. Bei Mario ist der Knoten geplatzt.

Er hat ein Tor gegen Werder versprochen. Reicht das für den VfL, um zu punkten?

Magath:In den Spielen zwischen Wolfsburg und Bremen sind immer viele Tore gefallen. Auch diesmal können sich die Zuschauer sicher auf ein offensiv geführtes Spiel einstellen. Erst recht, weil Werder ja nicht mehr im Abstiegskampf steckt. Ich glaube nicht, dass uns ein Tor reicht.

Können Sie nachvollziehen, wie schnell die Vereine zuletzt am Trainerkarussell gedreht haben?

Magath:Nein, das kann ich ganz und gar nicht. Viele Trainerwechsel sind doch nur Alibi-Aktionen. Da versuchen sich einige aus den Vereinsführungen aus der Verantwortung zu stehlen. Die Situation ist unerträglich. Ich kann gar nicht soweit zählen, so viele Trainer wurden zuletzt beurlaubt. Sportlich ist das nicht nachvollziehbar. Es ist klasse, dass sich Werder da praktisch vom Rest der Liga unterscheidet.

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