Philipp Bargfrede will bleiben wie er ist – sportlich aber noch besser werden

Shootingstar mit Bodenhaftung

Trotz des plötzlichen Erfolges und der neuen Popularität hat sich Mittelfeldspieler Philipp Bargfrede eine Bodenständigkeit bewahrt.

Werder-Bremen - NORDERNEY (flü) · Es war schon eine ganz außergewöhnliche Saison für Philipp Bargfrede. 23 Bundesligaspiele, fünf im DFB-Pokal und sechs Einsätze in der Europa League – eine beeindruckende Bilanz für einen „Jungspund“ in seinem ersten Jahr als Profi.

Und das bei einem so ambitionierten Club wie Werder Bremen. „Es ist schon Wahnsinn, was da passiert ist“, sagt Bargfrede, „doch ich darf jetzt nicht das Träumen anfangen. Das bringt mich nicht weiter.“

Der 21-Jährige ist trotz seines großen Karrieresprungs auf dem Teppich geblieben. „Zugegeben, ich bin etwas selbstbewusster geworden“, verrät Bargfrede. Aber das muss im Sport ja nicht schlecht sein. Dass er jetzt häufiger auf der Straße erkannt wird, ist eine Begleiterscheinung der neuen Popularität. Es schmeichelt ihm ein wenig, „doch ich kann gut damit umgehen.“

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Auch die Wahrnehmung der Gegner auf dem Platz könnte demnächst eine andere sein. „Ich weiß nicht“, meint Bargfrede, „vielleicht nehmen sie mich in der kommenden Saison etwas ernster.“

Ansonsten hat sich im Leben von Philipp Bargfrede nicht viel verändert. Das soll auch so bleiben. So wie er selbst bleiben will, wie er ist. Unterstützung erhält der defensive Mittelfeldspieler dabei von seinem Vater Hansi, ehemals selbst ein professioneller Fußballer. „Es ist schon ein Vorteil, wenn du jemanden an deiner Seite hast, der sich in dem Geschäft auskennt“, weiß Philipp Bargfrede: „Mein Vater hat zu mir gesagt: ,Bleib’ wie du bist. Bleib’ auf dem Teppich‘. Und das tue ich. Ich möchte mir meine Unbekümmertheit aus dem letzten Jahr bewahren.“

Bargfrede ist bewusst, dass es im Profifußball „schneller bergab als bergauf gehen kann.“ Bodenhaftung ist daher wichtig. Der Spaß am Fußball. Und die Einsicht, dass zu viel selbstgemachter Druck nur hemmen wird.

Und daher geht Philipp Bargfrede konzentriert, aber auch ein Stück weit entspannt in die neue Spielzeit. Er weiß, dass er trotz des tollen Jahres erst am Anfang seiner Karriere steht. Andererseits hat er auch den nötigen Ehrgeiz. „Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst“, verrät der gebürtige Zevener: „Ich möchte nun das letzte Jahr bestätigen – und nach Möglichkeit noch besser spielen.“

Schließlich gibt es noch einiges zu verbessern. „In der Defensive und auch im Spiel nach vorn“, zählt Bargfrede auf. Und vor allem ist da die fehlende Torgefährlichkeit. Gefühlt hatte Philipp Bargfrede in der abgelaufenen Saison 100 Torschüsse abgefeuert, drin war allerdings keiner. Doch, einmal: Beim U 21-Spiel gegen San Marino (13:0). „Und das war Tor Nummer zwölf“, schmunzelt Bargfrede: „Ich hoffe, dass jetzt endlich in der Liga der Knoten platzt. Irgendwann muss der Ball ja mal reingehen.“

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