Werder-Boss Allofs empfiehlt: Spieler und Berater sollten Schaaf vertrauen / Zurückhaltung wegen Moreno

In sehr guten Händen

Kreiszeitung Syke

Bremen - Von Björn Knips. Eigentlich könnte sich Klaus Allofs selbst auf die Schulter klopfen und stolz verkünden: „Na, liebe Konkurrenz, mit dem Transfer von Mesut Özil habe ich es euch wieder mal gezeigt.“ Doch das ist nicht seine Art.

Außerdem weiß der Boss von Werder Bremen wie schnell die Stimmung bei der Bewertung seiner Arbeit wieder kippen kann: „Heute wird man für einen Özil gefeiert und schon morgen wird man kritisch gefragt, warum ein Marcelo Moreno noch nicht spielt.“

Deshalb lenkt Allofs den Blick lieber auf Thomas Schaaf . „Die Vergangenheit hat doch gezeigt, dass man als Spieler und Berater nicht so schlecht liegt, wenn man sich in die Hände von Thomas Schaaf begibt“, spricht der Werder-Boss eine klare Empfehlung aus und verweist auf Akteure wie zum Beispiel einst Claudio Pizarro , zuletzt Diego oder nun eben Mesut Özil . Sie kamen in jungen Jahren und wurden in Bremen zu Stars geformt. „Weil sie hier die Möglichkeit haben, sich in aller Ruhe zu entwickeln“, behauptet Allofs: „Man muss einfach nur mitmachen und dem Trainer vertrauen. Das führt meistens dazu, dass man sich verbessert und die Karriere positiv verläuft.“

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Für Moreno gilt das (noch) nicht. Der Bolivianer, für ein Jahr von Schachtjor Donezk ausgeliehen, konnte sich bislang nicht in Szene setzen. „Wir müssen ihm auch Zeit geben“, sagt Allofs über den 22-Jährigen. Der bestreitet gerade mit seiner Nationalmannschaft WM-Qualifikationsspiele. Und Allofs hofft, dass der Angreifer nach seinem Heimataufenthalt endlich bei Werder durchstartet.

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert: Auch Özil hatte seine Anlaufschwierigkeiten, kam in seinem ersten halben Jahr bei Werder nur sporadisch zum Einsatz. In der anschließenden Saison gelang ihm dann der Durchbruch, allerdings gut behütet an der Seite von Superstar Diego. Nun ist der Brasilianer bei Juventus Turin – und Özil hat es geschafft, in dessen Fußstapfen zu treten. „Es ist klasse, dass er diese Verantwortung so schnell übernommen hat“, freut sich Allofs. Natürlich habe er mit dieser Entwicklung geliebäugelt, „aber genau wissen kann man das vorher nie“.

Deshalb gönnt sich der 52-Jährige dann doch ein kleines bisschen Genugtuung in Sachen Transfers. „Wir sind froh und glücklich, dass wir nach so tollen Spielern wie Claudio Pizarro , Johan Micoud, Miroslav Klose und Diego, um nur einige zu nennen, mit Mesut wieder einen so außergewöhnlichen Akteur nach Bremen bekommen haben“, schwärmt Allofs – und ist noch nicht ganz fertig: „An der Seite von Mesut spielt ja schon jemand, der einen ähnlichen Weg gehen kann.“ Gemeint ist Marko Marin . Der Ex-Gladbacher hat in den letzten Spielen bereits angedeutet, wie wertvoll er für Werder sein kann. Dabei hatte es durchaus kritische Töne gegeben, dass die Bremer für den 20-Jährigen so viel Ablösesumme wie noch nie (8,3 Millionen Euro) bezahlt haben. „Es ist schon ärgerlich, wenn unsere Meinung nicht geteilt wird“, gesteht Allofs: „Doch ich will es auch nicht allen Leuten recht machen.“ Also wird er weiter nach Micouds, Diegos und Özils fahnden. Bezahlbare Spieler, die erst in Bremen – unter Trainer Thomas Schaaf – zu Stars werden.

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