„Sehr glücklich“ über Werder-Vertrag bis 2017 / Einmaliges Erlebnis in Madrid

Kroos unterschreibt mit „voller Überzeugung“

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„Tubing“ im reißenden Fluss (Bild) und ein neuer Vertrag bei Werder – für Felix Kroos war’s gestern ein aufregender Tag.

Zell Am Ziller - Erst Toni, dann Felix: Innerhalb von sechs Tagen haben die beiden Kroos-Brüder ihre fußballerische Zukunft langfristig geklärt. Felix, der mit 23 Jahren etwas jüngere, verlängerte seinen bis 2015 laufenden Vertrag bei Werder vorzeitig bis 2017 und unterschrieb gestern im Zillertal. Toni (24) war am Donnerstag für rund 30 Millionen Euro vom FC Bayern zu Real Madrid gewechselt – und bei seiner Vorstellung in vertrauter Gesellschaft.

Felix Kroos begleitete seinen Bruder nach Madrid, zuvor hatten beide gemeinsam Urlaub auf Mallorca gemacht. „Es war ein großer Tag für Toni – und sein Wunsch, dass ich mitkomme. Dagegen habe ich mich natürlich nicht gewehrt“, erklärt Kroos mit einem Schmunzeln. Die Atmosphäre im Stadion Santiago Bernabeu hat ihn total beeindruckt: „Dass 10000 Fans zu einer Spielervorstellung kommen, gibt es in Deutschland fast nicht. Und das waren in Madrid ja noch wenig – im Vergleich zu Cristiano Ronaldo oder Gareth Bale. Real Madrid ist der größte Verein der Welt. So einen Tag erlebt man nur ein Mal im Leben. Auch, wenn ich nur am Rande stand.“

Bei ihm selbst gab es dagegen keinerlei Brimborium. Kroos unterzeichnete sein neues Arbeitspapier gestern im Posthotel im Zillertal – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Trotzdem ist er extrem zufrieden: „Ich bin sehr glücklich und froh. Auch, dass so früh Klarheit herrscht. Ich blicke positiv in die Zukunft.“

Über andere Vereine habe er „gar nicht nachgedacht“, sondern sich mit „voller Überzeugung“ für Werder entschieden: „Ich habe mich unter unserem Trainer weiterentwickelt und will das auch weiterhin tun. Das Gefühl, dass es klappt, ist gut. Die Perspektive passt.“

Das sah vor einem Jahr noch völlig anders aus. Kroos hatte in der Saison 2012/2013 nur eine Nebenrolle gespielt. Er wollte weg, seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der blonde Defensivmann hatte gedanklich schon abgeschlossen mit Werder, seine Wohnung in Bremen gekündigt und sich bereits mit Verantwortlichen des FC St. Pauli getroffen. Doch Werders Sportchef Thomas Eichin kämpfte – letztlich erfolgreich – darum, dass Kroos bleibt und hat deshalb „eine spezielle Beziehung“ zu Kroos: „Felix hat mir schon immer unheimlich gut gefallen. Auch, als er noch größtenteils in der U 23 war. Er ist charakterlich einwandfrei, taktisch sehr klug und hat das gewisse Etwas. Er kann hier ein Führungsspieler sein.“

Insgesamt ist Kroos erleichtert, dass er damals umdachte und nun mindestens bis 2017 Bremer ist: „Ich habe alles richtig gemacht.“

mr

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