Fünf Thriller für Werder: Aufatmen oder Absturz

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Ansprache an die Mannschaft. Auf Trainer Robin Dutt und sein Team warten im Abstiegskampf fünf ganz entscheidende Spiele. n

Bremen - Irgendwie drucksen alle ein bisschen rum. Wochen der Wahrheit für Werder? „Hm, ja, nee, vielleicht, kann man so sagen, muss man aber nicht“ – die Bremer wollen sich vor der Serie von fünf Spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt nicht festnageln lassen auf eine (vor)entscheidende Bedeutung der Partien.

Dabei ist klar: Werder kann sich gegen Frankfurt, Hamburg, Nürnberg, Stuttgart und Freiburg der meisten, wenn nicht gar aller Sorgen entledigen. Umgekehrt könnte am Ende das Abrutschen auf den Relegations- oder gar einen Abstiegsplatz stehen.

Aufatmen oder Absturz – das ist das Motto für die kommenden Wochen. „Diese Spiele gegen direkte Konkurrenten zählen einfach doppelt“, sagt Sportchef Thomas Eichin, der allerdings – und das ist die Einschränkung, auf die alle speziellen Wert legen – auch deutlich macht, dass am 21. März nach dem Spiel in Freiburg nicht alles vorbei sein wird. Weder bei einer positiven Bilanz des Fünferpacks noch im negativen Fall: „Klar sind die Wochen wichtig, aber daran hängt nicht alles.“

Auch nicht für Coach Robin Dutt. Er macht erst gar keine Unterschiede zwischen den Keller-Duellen und Spielen gegen Teams von oben – die Bayern mal ausgenommen. „Gegen die ist es schwer zu punkten, aber vier unserer letzten fünf Punkte haben wir gegen Leverkusen und Gladbach geholt.“ Die waren Zweiter und Fünfter, als sie nach Bremen kamen.

Nun geht es gegen Teams aus dem Angstsektor der Tabelle. Die, die sich in den Augen von Felix Kroos derzeit „ein Schneckenrennen“ liefern, sind die Bremer Gegner. „Wir müssen die Punkte holen, um uns einen Abstand nach unten zu erarbeiten“, fordert Kroos. Ludovic Obraniak, Freistoß-Held gegen Gladbach, stellt sich auf „hart umkämpfte“ Spiele ein. Und Torhüter Raphael Wolf, mit seinen Paraden der zweite Retter des Remis, sagt klipp und klar: „Das sind die ganz entscheidenden Spiele. Da haben wir die Aufgabe, die entscheidenden Punkte zu holen, damit wir die letzten Partien beruhigt angehen können.“

Frankfurt und Werder, die Kontrahenten am Sonntag, gehen mit jeweils 21 Punkten von der Pole Position ins (Schnecken)Rennen. Und die in der Rückrunde schon zweimal schwer gebeutelten Bremer starten sogar mit einem guten Gefühl in die Serie von fünf Thrillern am Stück. Denn die gute zweite (nach katastrophaler erster) Halbzeit gegen Gladbach hat wie ein Stimmungsaufheller gewirkt. „Wir haben gesehen, dass wir es noch können“, meint Wolf, „jetzt ist da auch wieder Freude. Wir haben die Februar-Depressionen so ein bisschen weggeblasen.“

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Damit, so sieht es Thomas Eichin, ist der Grundstein gelegt, um nach dem Fünferpack nicht schlechter dazustehen als aktuell. „In diesen Phasen ist der Kopf immer ein entscheidender Faktor. Wir brauchen Selbstbewusstsein. Jetzt ist entscheidend, wer mit dem Druck am besten umgeht, ohne zu verkrampfen“, sagt der 47-Jährige und wird noch plakativer: „Du musst den Kopf oben behalten – und du musst in der Lage sein, einen Ball anzunehmen, ohne in die Hose zu machen.“ n csa

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