Erst „ein Spiel zum Genießen“ gegen Gladbach – und am Ende die Europa League

Prödl: Zwei Wünsche zum Abschied

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Sebastian Prödl hat mit Werder noch hohe Ziele.

Bremen - Er hat sich den perfekten Nachmittag schon in den schönsten Farben ausgemalt. Sebastian Prödl will morgen (15.30 Uhr) mit Werder gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen und damit die Chancen auf die Qualifikation zur Europa League erhöhen. Das wäre im letzten Heimspiel ein Super-Abschied von den eigenen Fans für den Österreicher, der seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängert und Bremen nach sieben Jahren verlässt. Mit welchem Ziel, ist noch offen: „Ich grenze nichts aus und habe ein paar Optionen, gute Möglichkeiten. Da werde ich nun abwägen. Noch hat kein Verein meine Zusage.“

Für seinen finalen Auftritt im Weserstadion hat Prödl bereits Vorkehrungen getroffen. „Ich lasse meine Familie und ein paar Freunde einfliegen“, verriet der 27-Jährige, der morgen Abend auch noch eine Abschiedsparty mit aktuellen und ehemaligen Weggefährten schmeißt.

Vorher wird es für ihn „sehr emotional werden“, ahnt Prödl: „Ich denke, dafür muss ich Raum einplanen.“ Er hoffe auf „ein Spiel zum Genießen“ – aber wird es das wirklich? Zum einen ist nicht sicher, dass er nach überstandener Grippe beim Heim-Abschied überhaupt in der Startelf steht. Gut, Alejandro Galvez (Knie) fehlt verletzt – und Jannik Vestergaard sowie Assani Lukimya haben sich als Innenverteidiger-Duo zuletzt in Hannover (1:1) wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Möglicherweise gibt Trainer Viktor Skripnik den beiden aber eine weitere Chance.

Zum anderen kommt da mit Gladbach ein Gegner, der undankbarer kaum sein und ein echter Party-Crasher werden könnte. Die Borussia hat einen Mega-Lauf, ist seit zwölf Partien ungeschlagen (die aktuell längste Erfolgsserie der Liga) und im Jahr 2015 klar die beste Mannschaft. „Das ist eine Super-Truppe mit herausragenden Spielern“, schwärmt Vestergaard: „Da müssen wir perfekt spielen, wenn wir etwas holen wollen. Aber wir freuen uns unheimlich auf diese Herausforderung – und haben gerade zu Hause schon gezeigt, dass wir mit solchen Mannschaften mithalten können.“

Prödl verspricht schon mal, dass Werder morgen „alles reinhauen“ werde. Schließlich hofft der Tabellen-Achte noch auf einen Platz im internationalen Geschäft. Schalke ist auf Platz sechs (reicht sicher für die Europa League) zwei Zähler entfernt, Borussia Dortmund als Siebter (reicht vielleicht) hat genauso viele Punkte wie Werder (43.). „Das ist eine Riesenchance für den Verein“, sagt Prödl: „Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir das mit der Europa League noch schaffen und nach der Saison etwas zu feiern haben. Dafür gebe ich noch mal zehn Tage Vollgas.“

Prödl selbst wird mit Werder ganz sicher nicht mehr international spielen, wähnt seinen Noch-Club aber auf dem richtigen Weg: „Ich kann mit gutem Gewissen gehen. Werder ist auch ohne mich sehr gut aufgehoben.“

mr

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