Nach erstem Startelf-Einsatz

Langkamp: „Ich bin angekommen“

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Sebastian Langkamp ist froh über seinen ersten Startelf-Einsatz für Werder Bremen gegen den FC Augsburg.

Bremen - Er musste sich einige Wochen gedulden, im Auswärtsspiel beim FC Augsburg (3:1) war es dann soweit: Winter-Zugang Sebastian Langkamp feierte sein Debüt in Werders Startelf.

„Ich bin froh, dass ich von Anfang an spielen konnte. Darüber freut man sich auch noch mit 30 Jahren, denn jetzt bin ich angekommen“, sagte der Innenverteidiger am Dienstag. Langkamp wollte seine Leistung während des Spiels bei seinem Ex-Verein zwar nicht selbst beurteilen („Das sollen andere tun“) - die Ausstrahlung, mit der er vor die Journalisten trat, ließ aber vermuten, dass er nicht ganz unzufrieden gewesen sein dürfte mit seinem ersten Werder-Spiel von Beginn an.

An der Seite von Niklas Moisander hatte der 1,91-Meter-Mann im Abwehrzentrum einen abgeklärten Auftritt gezeigt, inklusive durchaus gewagtem Hackentrick in der Anfangsphase. „Das war intuitiv, denn ich wusste vorher gar nicht, dass ich das kann“, scherzte Langkamp, der seinen Nebenmann Moisander und auch Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie als wichtige Stützen während seines Debüts empfunden hat.

„Durch sie war es leicht, reinzukommen. Sie haben sehr große Erfahrung, und das merkt man auf dem Platz.“ Speziell zu Moisander pflegt der neue Mann ein gutes Verhältnis. Die beiden Abwehrspieler sitzen im Bus nebeneinander - und Langkamp hat kürzlich dafür gesorgt, dass sich einige Mitspieler während einer Auswärtsfahrt verwundert umdrehten. „Niklas ist sonst ein sehr ruhiger Typ, aber wir haben uns bestimmt eine Stunde lang angeregt unterhalten“, berichtete er. Um Fußball ging es in dem Gespräch nicht.

Sebastian Langkamp ist es wichtig, immer wieder den nötigen Abstand vom schnellen und überhitzten Bundesliga-Alltag zu gewinnen. Während seiner Zeit bei Hertha BSC hat er deshalb bewusst im Stadtteil Mitte gelebt, in dem die Hertha keine große Rolle spielt. „In Bremen ist so etwas sehr schwer“, sagte er am Dienstag, „weil es hier so einen Stadtteil gar nicht gibt.“ Die Fankultur sei aber genau das, was die Hansestadt für ihn ausmache: „Ich mag das.“

Langkamp ohne Sorgen in den Saisonendspurt

Nach Langkamps Debüt steht nun erstmal die Länderspielpause an. Weiter geht es für Werder erst am Ostersonntag mit dem Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr). Ob der 30-Jährige dann wieder in der Bremer Startelf steht, darf zumindest bezweifelt werden, denn Milos Veljkovic dürfte seine Beschwerden bis dahin auskuriert haben. „Ich habe mit dem Trainer noch nicht darüber gesprochen, wie es weitergeht“, berichtete Langkamp - und hielt mit einem Augenzwinkern fest: „Er hat mir jedenfalls nicht gesagt, Basti, du spielst jetzt immer in den nächsten Wochen.“ Dabei mithelfen, weitere Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, würde Langkamp aber nur zu gerne.

„Es geht für uns nur um den Klassenerhalt“, betonte er trotz inzwischen acht Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Ich warne davor, die Situation zu unterschätzen. Mit Hertha hatten wir mal elf Punkte Vorsprung und waren froh, am letzten Spieltag den Klassenerhalt feiern zu können.“ Bei aller Vorsicht - ein ähnliches Szenario befürchtet Langkamp mit Werder nicht. „Ich mache mir da keine Sorgen. Wenn wir so weiterspielen wie zuletzt, dann werden wir unsere Punkte holen.“

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Quelle: DeichStube

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