Bei Allofs-Nachfolge Ruhe bewahren

Schulz warnt: „Bitte keinen Schnellschuss“

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Hans Schulz möchte nicht in Panik verfallen. ·

Bremen - Klaus Allofs ist so gut wie in Wolfsburg, und natürlich hat beim SV Werder Bremen längst die Suche nach einem Nachfolger begonnen. Doch Aufsichtsratsmitglied Hans Schulz warnt vor zu großer Eile: „Ich würde keinen Schnellschuss machen.

Ich würde reichlich überlegen. Das ist eine ganz besondere Entscheidung.“ Der 69-Jährige empfiehlt dabei einen Blick in die Vergangenheit: „Wir haben doch alle noch vor Augen, was passiert ist, als Otto Rehhagel nach 14 Jahren gegangen ist. Danach haben wir vier, fünf Trainer verschlissen. Daran kann man doch sehen, wie schwierig es ist, nach so vielen Jahren einen guten Ersatz für so einen wichtigen Posten zu finden.“

Klaus Allofs ist schließlich nicht nur Sportchef, sondern auch noch Vorsitzender der Geschäftsführung und damit der Werder-Boss. Soll es nur einen direkten Nachfolger und keine Aufsplittung der Aufgaben geben, dann müsste dies schon ein Mann mit viel Erfahrung im Geschäft sein. Wie zum Beispiel Dietmar Beiersdorfer, der aktuell beim russischen Erstligisten Zenit St. Petersburg unter Vertrag steht. Der 48-Jährige kennt sich auch in der Bundesliga aus, hatte von 2003 bis 2009 das sportliche Sagen beim Hamburger SV. „Er hat beim HSV hervorragende Arbeit geleistet“, sagte Schulz dem TV-Sender Sky HD News. Zum Favoriten wollte der Aufsichtsrat den ehemaligen Werder-Profi damit aber nicht machen. Es gelte, einen sinnvollen Auswahlprozess in Gang zu bringen – ohne Zeitdruck. „Es wäre doch kein Problem, zwei, drei, vier Wochen oder auch noch länger ohne Sportchef zu sein“, sagte Schulz gegenüber dieser Zeitung und erklärte: „Wir haben doch eine intakte Mannschaft. Das haben wir am Samstag auf Schalke gesehen. Und das ist das Wichtigste. Thomas Schaaf hat alles im Griff, er macht eine gute Arbeit.“ · kni

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