Schultereckgelenksprengung – Werder-Profi spielt dieses Jahr nicht mehr

Pechvogel Junuzovic: Vielleicht geht es ohne OP

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Da war es passiert: Nach einem Foul von Stuttgarts Timo Baumgartl kam Werder-Profi Zlatko Junuzovic so unglücklich auf, dass er sich eine Schultereckgelenksprengung zuzog.

Bremen - Das Wort ist nicht nur ziemlich sperrig, sondern auch als Diagnose ziemlich unangenehm: Schultereckgelenksprengung. Die hat sich Werder-Profi Zlatko Junuzovic am Sonntag beim 1:1 in Stuttgart zugezogen.

Das Fußball-Jahr 2015 ist für den Mittelfeldspieler damit vorzeitig beendet. Doch es gibt auch eine gute Nachricht für den Pechvogel: Nach den bisherigen Untersuchungen geht Werder davon aus, dass keine Operation nötig und Junuzovic zum Start in die Vorbereitung Anfang Januar wieder fit ist. Die Entscheidung, wie es genau bei dem Österreicher weitergeht, fällt im Laufe des Tages. Weitere Spezialisten sollen sich die Ergebnisse der MRT-Untersuchung noch einmal anschauen und ihre Meinung abgeben.

„Es ist sehr schmerzhaft und nach den schwierigen letzten Wochen nicht einfach für mich, dass ich der Mannschaft in den wichtigen Partien vor der Winterpause nicht helfen kann“, teilte Junuzovic über den Club mit. Darin lässt sich der ganze Frust ablesen. Denn der Vize-Kapitän spielt eine ziemlich unglückliche Hinrunde. Bis auf ein Zwischenhoch Anfang September mit seiner Zwei-Tore-Gala beim 3:1 in Hoffenheim lief nicht viel zusammen. Der Freistoß-König der Vorsaison hat abgedankt, die ruhenden Bälle landen längst nicht mehr dort, wo sie hin sollen. Das liegt aber auch an gesundheitlichen Gründen des 28-Jährigen. Erst stoppte ihn eine Grippe, dann streikte eine Sehne im Knie. Junuzovic konnte zwischenzeitlich nur mit Schmerztabletten auflaufen. Die letzte Länderspielpause nutzte der Österreicher, um sich zu erholen. Er sagte deshalb der Nationalmannschaft ab. Den alten Junuzovic gab es aber auch danach nicht. Und nun hat es ihn richtig hart erwischt. Nach einem Foul von Timo Baumgartl landete er unglücklich auf der rechten Schulter.

„So ist leider der Fußball, der Ausfall ist sehr bitter für uns“, meinte Viktor Skripnik. Der Werder-Coach hatte Junuzovic stets als unersetzlich bezeichnet: „Zladdy muss immer spielen.“ Doch das geht jetzt nicht mehr. In den beiden Bundesliga-Spielen gegen Köln und in Frankfurt sowie im Pokal in Mönchengladbach muss wohl der erst 20 Jahre alte Florian Grillitsch einspringen. Aber ausgerechnet der Verletzte selbst macht Mut: „In unserer aktuellen Situation ist es nicht wichtig, wer spielt, sondern, dass alle zusammenhalten und wir als Team Punkte holen.“

Das ist auch Skripniks Erfolgsrezept für den Endspurt. „Wir sind geschlossen und spielen so, wie wir uns fühlen“, sagte der Coach etwas kryptisch. Natürlich würde jeder merken, „dass uns etwas fehlt, aber wir haben keine Angst! Außerdem haben wir in dieser Saison noch nie auf einem Abstiegsplatz gestanden.“ Und diesen Fakt darf eben auch eine Schultereckgelenksprengung nicht zerstören.

kni/csa

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