Ein Quartett arbeitet am Comeback

Schuften, wenn andere Urlaub machen

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Philipp Bargfrede

Bremen - Aaron Hunt in Dubai, Kevin De Bruyne im Senegal, Nils Petersen in den Bergen – die Werder-Profis suchen Sonne oder Schnee, um sich zu erholen. Für einige fällt der Weihnachtsurlaub allerdings aus. Sie verbringen ihre Ferien (bis 3. Januar) in Bremen, um nach Verletzungen schnell den Anschluss zu schaffen.

Für Philipp Barg-frede, Raphael Wolf, Tom Trybull und Özkan Yildirim heißt es ackern statt ausruhen.

Philipp Bargfrede

Der Trip nach Dubai war bereits gebucht, doch der Mittelfeldmann stornierte die Reise. „Das ist aber nicht schlimm“, meint Bargfrede: „Ich bin vor allem froh, dass ich wieder total gesund und schmerzfrei bin. Das ist das Wichtigste für mich.“ Nach seinen hartnäckigen Problemen an der Achillessehne, die ihn zu über einem Monat Pause gezwungen hatten, war er am Ende der Hinrunde wieder ins Training eingestiegen – nun ist er dabei, die Defizite aufzuarbeiten: „Ich mache jeden Tag viel, schließlich muss ich einiges aufholen.“ Beim Trainingsauftakt Anfang Januar will der 23-Jährige wieder bei 100 Prozent sein und neu angreifen. Die nicht nur wegen der Verletzung völlig verkorkste Hinrunde, in der er seinen Platz als „Sechser“ gleich an Zlatko Junuzovic verloren hatte, „muss ich abhaken. Es ist ganz schlecht gelaufen und muss auf jeden Fall besser werden“, weiß Barg-frede.

Raphael Wolf

Auch der Bremer Ersatzkeeper hatte schon Urlaubspläne. „Ein paar Städtetrips, eventuell Hamburg oder München.“ Nun macht er seine Reha nach erfolgreicher Hüft-OP in Bremen und will die Krücken bald zur Seite stellen. Ob er beim Rückrundenstart am 19. Januar gegen Dortmund schon wieder auf der Werder-Bank sitzen kann, lässt Wolf offen: „Erst mal abwarten, wie es sich entwickelt.“ An Weihnachten wird der 24-Jährige sein Programm ein wenig drosseln, denn der gebürtige Münchner bekommt Besuch aus dem Süden: „Mein Familie wird Heiligabend in Bremen sein.“

Tom Trybull

Der Mittelfeldspieler fiel fast die komplette Hinrunde aus. Eine ominöse Magengeschichte und Probleme mit dem Sprunggelenk waren die Gründe. Immerhin trainiert Trybull mittlerweile wieder – auch gestern Morgen stand er mit einem Physiotherapeuten auf dem Platz. Das Ziel ist die Teilnahme am Belek-Trainingslager.

Özkan Yildirim

Erst ein Haarriss in der Wade, dann ein Ödem an der Kniescheibe – quälend lange 16 Monate war der 19-Jährige außer Gefecht. Zuletzt hat er sich mit zwei Kurzeinsätzen in der U 23 wieder an den Fußball-Alltag herangetastet. „Da bin ich ein bisschen vorsichtig gewesen, weil ich nicht wollte, dass wieder etwas passiert“, sagt der Sulinger. Doch die Ängste sind verflogen: „Es ist das schönste Gefühl für mich, wieder am Ball zu sein“, sagt Yildirim, der vor Ehrgeiz nur so sprüht: „Im neuen Jahr starte ich bei den Profis, fahre mit ins Trainingslager. Und bis dahin werde ich einiges tun, um topfit in die Vorbereitung zu gehen. Ich habe diesmal ein richtig gutes Gefühl.“ · mr

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