Für Werder ist die erneute Pizarro-Pause ein Schock

Keine Copa America, kein DFB-Pokal: Werder-Profi Claudio Pizarro hat sich einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen.

Bremen - Unglaublich, aber wahr: Selbst in der Sommerpause bleibt dem SV Werder Bremen das Verletzungspech treu. Und dieser Ausfall ist ein echter Schock, denn auf Claudio Pizarro kann der Fußball-Bundesligist eigentlich gar nicht verzichten.

Doch der Peruaner wird den Grün-Weißen die komplette Vorbereitung und wohl auch im DFB-Pokal Ende Juli gegen den 1. FC Heidenheim fehlen. Der Stürmer hat sich in der Vorbereitung zur Südamerikameisterschaft (1. bis 24. Juli) einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen und muss nach Angaben von Werder sechs Wochen pausieren.

„Wir stehen in sehr engem Kontakt zu den behandelnden Ärzten vor Ort und werden in den kommenden Tagen entscheiden, wie er behandelt wird und wann er nach Deutschland zurückkehrt“, teilte Sportchef Klaus Allofs gestern Abend in einer Pressemitteilung mit. Und Werder-Arzt Dr. Götz Dimanski wird mit den Worten zitiert: „Es macht Sinn, dass Claudio in dieser ersten sensiblen Phase der Verletzung bei der Mannschaft behandelt wird. Die Bedingungen vor Ort sind gut und die Maßnahmen werden mit uns abgesprochen. Es gibt keinen Grund für eine überhastete Rückholaktion. Der weitere Behandlungsablauf wird nach den nächsten Untersuchungen in den kommenden Tagen festgelegt.“

Pizarro hatte sich die Verletzung in einem Trainingsspiel gegen die U 17-Auswahl des Clubs Sporting Cristal bei einem Pressschlag zugezogen. Für Peru ist der Ausfall des Kapitäns für die Copa America ein ganz harter Schlag. Denn die Südamerikaner sind extrem abhängig von der Torgefährlichkeit des Angreifers.

Auch Werder braucht Pizarro-Tore. In der vergangenen Saison hatte sich deutlich gezeigt, dass es ohne den Peruaner nicht geht. Der Angreifer war wegen muskulärer Probleme mehrfach ausgefallen und Werder auch deshalb tief in die Krise geschlittert. Deshalb reagierten die Verantwortlichen in Bremen auch wenig begeistert darauf, dass ihr Superstar an der Copa America teilnehmen wollte. Doch beide Seiten fanden einen Kompromiss: Pizarro verabschiedete sich vorzeitig in den Urlaub und wollte umgehend nach Bremen zurückkehren, wenn für Peru die Südamerikameisterschaft beendet ist. Jetzt wird er zwar früher kommen, dafür aber verletzt. Damit haben die Bremer nicht nur Probleme in der Abwehr, wo die verletzten Per Mertesacker, Naldo, Sebastian Prödl und Sebastian Boenisch noch unbestimmte Zeit fehlen, sondern auch im Sturm. Elf Tage vor dem Trainingsauftakt könnten die Vorzeichen für die neue Saison kaum schlechter sein.

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