Adduktorenzerrung im Abschlusstraining / „Das ist ganz bitter für mich“

Schock für Werder: Arnautovic fällt aus

Bremen - Von Arne Flügge · Es passierte gestern Nachmittag fünf Minuten vor Ende des Abschlusstrainings. Nach einem Schuss sank Marko Arnautovic plötzlich zu Boden, hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die rechte Leiste.

Nach einer kurzen Behandlung durch Physiotherapeut Holger Berger brach Arnautovic humpelnd das Training ab und fuhr zum Arzt. Die Diagnose später: Adduktorenzerrung. Damit fällt der 21-jährige Offensivspieler von Werder Bremen für das wichtige Bundesliga-Auswärtsspiel heute (18.30 Uhr) bei Herbstmeister Borussia Dortmund aus.

Trainer Thomas Schaaf hatte zunächst noch die Hoffnung gehabt, dass sich die Verletzung seines eigenwilligen Stars nur als Verhärtung herausstellen würde. Doch als der Zug gestern um 15.45 Uhr vom Bremer Bahnhof in Richtung Dortmund aufbrach, war Arnautovic nicht an Bord. „Ich habe eine Flanke geschlagen, da ist es passiert. Ich hatte plötzlich Schmerzen im Adduktoren-Bereich“, sagte der Österreicher tief geknickt. Schließlich hatte er sich gerade von der gleichen Verletzung erholt und zu seiner Form zurückgefunden. Nach seiner starken Leistung in der Champions League gegen Inter Mailand (3:0), die er mit einem herrlichen Tor gekrönt hatte, ein herber Rückschlag für Arnautovic. „Das ist ganz bitter für mich. Vor allem, weil es so kurz vor dem Ende des Trainings passiert ist“, seufzte der Nationalspieler.

Werder-Training am Freitag

Damit dürfte die Hinrunde für Arnautovic, für den vermutlich Philipp Bargfrede (21) im rechten Mittelfeld spielen wird, gelaufen sein. Ein Einsatz im letzten Spiel vor der Winterpause kommenden Samstag gegen Kaiserslautern ist nahezu ausgeschlossen. Neben dem gesperrten Hugo Almeida ist Arnautovic, für den U 23-Offensivspieler Lennart Thy nachnominiert wurde, somit der zweite Stürmer, der den Bremern heute nicht zur Verfügung steht. Das Verletzungspech bleibt Werder somit weiterhin treu.

Doch damit nicht genug der schlechten Nachrichten. Innenverteidiger Sebastian Prödl, zuletzt gegen Mailand ebenfalls Torschütze, musste das Abschlusstraining sausen lassen. Der Österreicher plagte sich mit Magen-Darm-Problemen herum. „Es ist aber kein Virus, vielleicht hat er nur etwas Schlechtes gegessen“, meinte Co-Trainer Wolfgang Rolff. Im Gegensatz zu seinem Landsmann Arnautovic ist Prödl aber gestern mit nach Dortmund gefahren. „Die Tendenz geht dahin, dass er spielt“, meinte Rolff. Sollte sich der Zustand des Abwehrspielers aber nicht verbessern, steht der Finne Petri Pasanen als Ersatz bereit.

Immerhin ist Claudio Pizarro wieder fit. Nach seinem 15-minütigen Comeback gegen Inter Mailand nach vier Wochen Pause wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel gab der 32-jährige Stürmerstar gestern grünes Licht für einen Einsatz von Beginn an. „Alles okay, ich fühle mich gut“, strahlte der Peruaner, von dem Schaaf sagt, dass er wieder „hungrig auf Tore ist“.

Doch nicht nur Pizarro ist heiß. Die ganze Bremer Mannschaft will heute in Dortmund beweisen, dass die zuletzt drei Spiele ohne Gegentor nicht nur eine Momentaufnahme, sondern der Aufbruch in endlich bessere Zeiten waren. „Wir haben zuletzt viele kleine Schritte nach vorn getan, jetzt ist es an der Zeit, dass diese Schritte größer werden“, sagte Schaaf. Und Sportchef Klaus Allofs ergänzte: „Wir haben uns in den beiden Spielen vor der Winterpause noch einiges vorgenommen. Unser Ziel ist es weiterhin, noch in die internationalen Plätze zu kommen. Daher müssen wir jetzt Punkte sammeln. Und am besten wollen wir damit schon in Dortmund beginnen.“

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