Vertrag bis 2015

Schmitz soll gehen – doch er ist noch ganz entspannt

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Lukas Schmitz weiß, dass das Fußball-Geschäft manchmal ziemlich hart sein kann. ·

Bremen - 104 Mal spielte Lukas Schmitz schon in der Bundesliga. Erst 52 Mal von 2009 bis 2011 für den FC Schalke, danach 52 Mal für den SV Werder. Doch seit dem 1. Februar 2014 ist der 25-Jährige praktisch weg vom Fenster.

Seit seinem schlechten Auftritt als Einwechselspieler bei der 1:3-Pleite in Augsburg darf der 25-Jährige in Bremen nur noch trainieren. Auch bei größter Personalnot auf der linken Abwehrseite berief ihn Coach Robin Dutt nicht mehr in den Kader. Der Verein hat ihm längst klargemacht, dass er trotz Vertrags bis 2015 bei Werder keine Zukunft mehr hat. Schmitz geht trotzdem ziemlich gefasst mit der Situation um.

„Ich bin entspannt, weil ich noch einen Vertrag habe“, sagt der 25-Jährige. Nur soll bloß keiner denken, er wolle lediglich sein Geld kassieren. „Natürlich möchte ich spielen“, betont Schmitz: „Und natürlich schaue ich nach rechts und nach links, wie es im Sommer weitergehen kann.“ Der eine oder andere Club habe auch schon angefragt. Aber entschieden sei noch nichts.

In seinen Bewerbungsunterlagen sollte die aktuelle Saison am besten fehlen. Im Sommer zog er sich im Trainingslager im Zillertal einen Fußbruch zu, fiel mehrere Wochen aus. Bei seinem ersten längeren Einsatz nach der Verletzung patzte er Anfang November beim 1:3 auf Schalke. Schmitz war wieder raus. Kam aber noch einmal zurück: am 1. Februar in Augsburg. Die Geschichte endete wie auf Schalke.

„Vier Jahre war alles gut. Aber in dieser Saison ist alles gegen mich gelaufen“, sagt Schmitz. Die Schuld dafür bei anderen zu suchen, sei „lächerlich. Ich mache niemandem einen Vorwurf. Mir selbst auch nicht.“ Die Verbannung auf die Tribüne empfindet er nicht als Strafe – und es stört ihn auch nicht, dass ihm Dutt die Entscheidung nicht erklärt hat: „In anderen Berufen mag es so ein, dass viel geredet wird. Im Fußball spricht das Handeln des Trainers doch für sich. Entweder du spielst oder du spielst eben nicht.“ Da würde es auch nichts bringen zu lamentieren. Für Schmitz gibt es nur ein Rezept, um mit der Situation klarzukommen: „Ich gebe im Training Vollgas, um jederzeit einsatzbereit zu sein, falls ich noch mal gebraucht werde.“

Das ist allerdings sehr unwahrscheinlich. Für sein 105. Bundesliga-Spiel muss sich Schmitz einen anderen Verein suchen. · kni

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