„Da stimmt das Timing nicht“

Schmitz nimmt ein Tor auf seine Kappe

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Lukas Schmitz berichtete gestern von seinem „gebrauchten Tag“ auf Schalke.

Bremen - Während die Schalker Kevin-Prince Boateng feierten, ärgerten sich die Bremer über Lukas Schmitz. Der Außenverteidiger hatte bei beiden Kopfballtoren des Ghanaers ganz schlecht ausgesehen und den Gastgebern so zur Wende mitverholfen. Aus der 1:0-Führung war ein 1:2 und am Ende sogar noch ein 1:3 geworden.

„Diese Eins-gegen-eins-Situationen haben das Spiel entschieden“, meinte Thomas Eichin. Der Werder-Sportchef vermied es aber, Schmitz zum Sündenbock zu machen: „Natürlich muss er beim ersten Tor hochspringen. Aber das war auch nicht einfach für Lukas, der Boateng macht das gut, und die Flanken waren auch gut.“

Coach Robin Dutt nahm Schmitz sogar komplett aus der Verantwortung, weil er bei einem Gegentor nicht auf das letzte Glied der Kette schaue. Das sagt er zumindest gegenüber den Medien. Denn Dutt hat eine Abmachung mit den Spielern: Niemand wird öffentlich an den Pranger gestellt, dafür darf die Kritik intern umso härter ausfallen.

Dafür sorgte Schmitz für Klarheit: „Das erste Tor geht ganz klar auf meine Kappe, da kann niemand etwas dazu. Da stimmt mein Timing nicht.“ Und Gegentreffer Nummer zwei? „Da ist Boateng eigentlich nicht mein direkter Gegenspieler. Da stimmt die Zuordnung nicht. Das führt dazu, dass ich einen Schritt zu spät komme, und dann sehe ich natürlich auch nicht gut aus.“ Er hätte dabei Innenverteidiger Luca Caldirola nennen können, „aber das bringt doch jetzt nichts“.

Schmitz will erklären – und nichts entschuldigen. Weder die spontane Einwechslung für den gelb-rot-gefährdeten Santiago Garcia noch die lange Verletzungspause (erster richtiger Bundesliga-Einsatz in dieser Saison) mag er als Begründung für den „gebrauchten Tag“ anführen. „So ist das Geschäft. Ich muss mich nicht beschweren, sondern daran arbeiten, dass die Fehler nicht wieder vorkommen.“ Und er hält – anders als Eljero Elia – eine Entschuldigung für unnötig: „Fehler gehören dazu. Das weiß auch jeder.“

Ob Dutt ihm weiter vertraut, wird sich in knapp zwei Wochen gegen Mainz zeigen. Dann ist Garcia wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. „Lukas ist erster Kandidat“, sagte der Coach, aber ein Freibrief sei das nicht. kni

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