Jetzt will der Linksverteidiger zurück ins Team – notfalls auch über die U 23

Schmitz endlich schmerzfrei: „Ein wunderbares Gefühl“

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Da bin ich wieder! Lukas Schmitz (rechts) weiß, dass er als Rückkehrer nach so langer Zeit im Training besonders auf sich aufmerksam machen muss.

Bremen - Lange musste er warten auf dieses „wunderbare Gefühl“, wie er es nennt. Am Mittwoch voriger Woche stellte sich nach dem letzten Belastungstest bei ihm endlich der so ersehnte Gemütszustand wieder ein: glücklich, weil schmerzfrei.

Der Linksverteidiger des SV Werder macht keinen Hehl daraus, dass ihm der Weg bis dahin unglaublich lang vorkam und ihn die Zwangspause zwischen seinem Fußwurzelbruch und der Rückkehr zur Mannschaft ziemlich nervte. Mittlerweile ist sie beendet, und Schmitz mischt wieder mit.

Das Nahziel, den Wiedereinstieg ins Teamtraining, hat er erreicht. Mit dem Fernziel wird es aber deutlich komplizierter. Schmitz will einen Platz in der

Stammelf, doch der 24-Jährige weiß, dass er es schwer hat. Denn erstens bekam er auf seiner Position Santiago Garcia vor die Nase gesetzt, der am Samstag überzeugend debütierte. Zweitens muss Schmitz eine Menge aufholen. Denn „heute vor genau elf Wochen ist es ja passiert.“ Der Mann mit bisher 101 Bundesliga-Einsätzen hat die Tage seit seiner schweren Verletzung im Testspiel gegen 1860 München offenbar ganz genau gezählt. „Danach konnte ich mich vier Wochen lang nur auf Krücken bewegen“, umschreibt der Rückkehrer das Ausmaß der verpassten Vorbereitung. Sicher, diese Leidenszeit habe auch ein paar wenige gute Seiten gehabt: Denn den Großteil der Reha durfte Schmitz in der Orthopädischen Klinik Volmarstein, knapp 20 Kilometer von seiner Heimat Hattingen entfernt, absolvieren. „Da ergab sich natürlich die Gelegenheit, viele alte Freunde wiederzusehen – dazu kommt man in diesem Beruf ja normalerweise nicht so.“ Doch das Pflichtprogramm mit den Behandlungen, „wenig Fußball-Spezifischem und den vielen Patienten“ nährte vor allem eins: Ungeduld.

Nun aber schätzt sich Schmitz wieder als einsatzbereit ein: „Medizinisch spricht nichts mehr dagegen“, versichert der Defensivspieler. Die konditionellen Grundlagen habe er sich nach dem Abschied von den leidigen Krücken während der jüngsten sieben Wochen geholt, und gedanklich sei die Verletzung ebenfalls überwunden: „Die Ärzte sagen mir, dass der Knochen an der Stelle fester als vorher ist.“

Dann kann es ja losgehen. Doch natürlich ist Lukas Schmitz nicht jenes erste und gleich bärenstarke Spiel von Linksverteidiger Santiago Garcia am Samstag beim Hamburger SV entgangen – selbst wenn er dieses Debüt nicht direkt beurteilen will: „Wir haben in unserer Mannschaft die klare Regel, dass wir nur über uns selbst und nicht über die Leistung anderer reden sollen.“ Allerdings räumt er ein, dass Trainer Robin Dutt der Auftritt gefallen haben sollte: „Nach diesem Sieg in Hamburg gibt es eigentlich keinen Grund, etwas zu verändern.“

Das Werder-Training am Mittwoch

Falls es jedoch mal nicht so laufen sollte, ahnt Schmitz, wo seine Chance liegt: „Wer nicht vollen Ehrgeiz zeigt, bekommt das zu spüren. Der Trainer verlangt von jedem, hart zu arbeiten. Ich muss also schnell wieder zu meiner Top-Form zurückkommen, um bereit zu sein.“

Zudem weiß Schmitz, dass er nun vor allem Spielpraxis braucht. Da würde er sich auch nicht gegen eine Abstellung ins Regionalliga-Team der U 23 sperren: „Bisher haben wir nicht darüber gesprochen, es war noch kein Thema. Aber wenn es für mich eine Möglichkeit auf dem Weg zurück ist – auf jeden Fall. Denn Vertrauen muss man sich erarbeiten.“ · ck

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