Bremer glaubt fest an Vertragsverlängerung: „Ich gehe davon aus, dass wir uns einigen“

Schmidts Umschulung geht weiter

Bremen - Von Björn Knips - Die Zeichen standen schon auf Trennung, doch nun haben sich Werder Bremen und Dominik Schmidt wieder lieb. Die Anfang Februar gescheiterten Verhandlungen über eine Verlängerung des im Sommers auslaufenden Vertrags werden nicht nur wieder aufgenommen, sondern der Abwehrspieler verkündet sogar: „Ich gehe davon aus, dass wir uns einigen werden.“

Bereits Anfang der Woche hatte Sportchef Klaus Allofs von einem Umdenken bei Schmidt berichtet. Der 23-Jährige sei von seinen „überzogenen finanziellen Forderungen“ abgerückt, „deshalb werden wir wieder mit ihm verhandeln, wenn wir den Klassenerhalt geschafft haben“. Schmidt kann sich zwar auch an ein „sehr gutes Gespräch mit Herrn Allofs“ und die daraus resultierende Wende erinnern, will aber den Schwarzen Peter nicht haben: „Es gab da einige Missverständnisse auf beiden Seiten. Und ich habe mich damals in der Presse nicht ganz glücklich geäußert. Aber man sollte mich nicht an den Pranger stellen, denn niemand weiß genau, um welche Summen es da ging.“

Schmidt will ohnehin lieber über das Sportliche reden – und da hat er nach seiner ersten Bundesliga-Saison festgestellt: „Meine Ausbildung hier ist noch nicht vorbei. Ich befinde mich gerade in so etwas wie einer Umschulung. In der U 23 habe ich hier doch immer Innenverteidiger gespielt, bei den Profis bin ich jetzt Außenverteidiger. Das klappt immer besser.“

Schmidt profitierte in der Hinrunde vom großen Bremer Verletzungspech und nutzte nach vier Jahren bei Werder seine Chance. Neun Mal durfte er in der Bundesliga ran, zwei Mal in der Champions League. Dass er im Moment nur zweite Wahl ist, ärgert ihn zwar, aber Schmidt will nicht klagen: „Ich hatte eben auch Verletzungspech, und in der Zeit sind andere gesund geworden oder haben einfach gut gespielt. Damit muss man leben und weiter Vollgas geben.“

Schmidt hat auch kein Problem, im Saisonendspurt für Werder II in der Dritten Liga gegen den Abstieg zu kämpfen. „Das wäre keine Degradierung“, sagt der 23-Jährige: „Ich bin froh und glücklich, für diesen Verein spielen zu dürfen. Deshalb gebe ich dort alles, wo ich gebraucht werde.“ Aber natürlich sieht er seine Zukunft bei den Profis. Und weil er im Sommer ablösefrei ist, „gab es auch schon Anfragen anderer Clubs“, verrät Schmidt, will das aber nicht als Pokern verstanden wissen: „Ich stehe nirgendwo im Wort oder so, sondern ich denke an erster Stelle an Werder.“

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