Stippvisite in Bremen, Groll auf Werder

Schmidts Augen bleiben trocken

Bremen - Zwei freie Tage bei Eintracht Frankfurt – da zog es Dominik Schmidt zurück nach Bremen. Pulsuhr abgeben, die letzten persönlichen Dinge abholen. Damit wäre das Kapitel Werder Bremen dann beendet. Oder doch nicht so ganz? Schmidt kartet noch nach. Erst einen Tag vor dem Trainingsstart war er von Werder informiert worden, dass sein auslaufender Vertrag nach langen und von Misstönen begleiteten Verhandlungen nicht verlängert wird.

Dass er sich in den drei vereinslosen Wochen vor der Unterschrift in Frankfurt nicht bei Werders U 23 „fithalten durfte, hat mich sechs Wochen gekostet“, klagte Schmidt gestern. Den Trainingsrückstand hat er mittlerweile einigermaßen aufgeholt und hofft am Montag gegen Fortuna Düsseldorf auf seine Premiere im Eintracht-Trikot.

Gestern sagte der 24-Jährige den alten Kollegen Hallo und Tschüss, die Chefetage betrat er aber nicht mehr. „Ich habe keine Berührungspunkte mehr mit Klaus Allofs. Ich wurde vom Verein nicht verabschiedet, also muss ich mich auch nicht verabschieden“, meinte Schmidt, der nach fünf Jahren im Groll ging: „Ich gucke nicht mehr mit einem weinenden Auge nach Bremen.“ · csa

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