Schmidt fast fit – und bald am Verhandlungstisch

Dominik Schmidt will bei Werder verlängern.

Bremen · Am eigentlich freien Tag absolvierte Dominik Schmidt gestern eine leichte Laufeinheit, heute will er individuell auf dem Platz trainieren – und morgen wieder mit den Kollegen. Der 23-Jährige ist guten Mutes, im letzten Spiel gegen Kaiserslautern mitwirken zu können: „Die Heilung verläuft gut. Wenn alles glatt geht, bin ich am Samstag dabei.“

Der Rechtsverteidiger hatte sich beim 0:2 am vergangenen Samstag in Dortmund eine Zerrung im linken Oberschenkel zugezogen. „In der zweiten Halbzeit habe ich bei einem Sprint ein Ziehen gespürt, der Muskel wurde immer fester“, erinnert sich Schmidt: „Da wir aber schon drei Mal gewechselt hatten, habe ich mich durchgebissen.“ Durchaus ein Risiko, das ihm allerdings gar nicht so bewusst war: „Ich hatte noch nie ‘was mit den Muskeln, keine Zerrung, keinen Faserriss. Das fühlte sich komisch an, ich konnte es aber nicht richtig einschätzen. Zum Glück gab’s dann in der Kabine gleich Entwarnung.“

Nun könnte Schmidt gegen Lautern zum sechsten Mal in Folge in der Startelf stehen. Bislang ist er recht zufrieden mit seinen Auftritten: „Ich werde immer sicherer, komme mit jedem Spiel voran.“ Er weiß allerdings auch, „dass ich noch viel Luft nach oben habe. Ich habe diese Position erst ein paar Mal gespielt und muss lernen. Zum Beispiel, wann ich nach vorne gehen kann und wann ich hinten bleiben muss.“ An der Feinabstimmung will Schmidt in den nächsten Monaten arbeiten.

Werders Verantwortliche scheinen überzeugt zu sein, dass er es schafft. Manager Klaus Allofs hat bereits gesagt, dass er den 2011 auslaufenden Vertrag verlängern möchte. „Das höre ich natürlich gerne, weil’s eine Bestätigung meiner Leistung ist“, sagt Schmidt und kündigt an: „In absehbarer Zeit wird es Gespräche mit meinem Berater geben. Ich würde gerne bei Werder bleiben. Und wenn das beide Seiten wollen, wird man sich auch einigen.“

Ab Sonntag wird er aber erst mal Urlaub machen. Schmidt fährt ein paar Tage zu seiner Familie nach Berlin, feiert dann mit allen Weihnachten in Bremen – und will sich schließlich mit seiner Verlobten ein wenig entspannen („vielleicht Wellness“). Den Heiratsantrag gab’s übrigens am 23. November – einen Tag vor seinem Profidebüt in Tottenham. Wenn das kein gutes Omen ist . . .

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