Im Kampf um Platz drei darf sich Werder keine Larifari-Phasen mehr erlauben

Der Schlussspurt wird auch zum Charaktertest

Hat den Traum von der Champions League noch nicht aufgegeben: Mesut Özil.

Bremen - Von Arne Flügge · Die 1:2-Pleite in Dortmund und der damit verbundene Rückschlag im Kampf um Platz drei beschäftigt die Profis von Werder Bremen noch immer. „Wir haben eine große Chance vertan und sind darüber sehr traurig“, räumt Mesut Özil ein. Selbstgemachte Leiden.

Denn mit der Einstellung, die Werder in Dortmund in der ersten halben Stunde an den Tag gelegt hatte, wird’s nichts mit der Champions League. Und nachdem die Qualifikation zur Europa League (fast) in der Tasche ist, werden die restlichen fünf Ligaspiele jetzt auch zu einem Charaktertest.

Im Heimspiel gegen den SC Freiburg können und müssen die Bremer morgen (15.30 Uhr) den Beweis antreten, dass sie die Königsklasse auch wirklich erreichen wollen und verdienen. Schwächephasen, Larifari-Fußball, Schlafmützigkeit – das alles muss ab jetzt tabu sein. Ein weiterer Fehltritt, und das Traumschloss Champions League zerplatzt wie eine Seifenblase. „Wir müssen endlich wieder über die gesamten 90 Minuten sicher und selbstbewusst auftreten, uns durchsetzen und wieder erfolgreich sein“, fordert Trainer Thomas Schaaf – und erteilt allen Rechenspielchen eine Absage: „Wenn wir unsere Spiele nicht gewinnen, brauchen wir uns über irgendwelche Plätze auch gar keine Gedanken zu machen.“

Durch die Niederlage von Bayer Leverkusen beträgt der Rückstand der Bremer auf Platz drei weiterhin fünf Punkte. Werder hat also noch eine allerletzte Chance bekommen. Morgen könnten die Bremer mit einem Sieg wieder verlorenen Boden gutmachen, vorausgesetzt die Konkurrenz patzt. Leverkusen spielt gegen die Bayern, Dortmunds Trainer Jürgen Klopp muss zu seinem Ex-Club Mainz 05. Da könnte ’was gehen für die Bremer. Meint auch Werders Rechtsverteidiger Clemens Fritz: „Wir sind noch in Reichweite, dürfen aber nichts mehr hergeben. Wir müssen jetzt Siege einfahren.“ Und Sebastian Boenisch ergänzt selbstbewusst: „Ich gehe davon aus, dass wir uns die Punkte gegen Freiburg nicht nehmen lassen. Wir wollen unbedingt in die Champions League. Wir wissen, wie toll es dort ist.“

Der Bremer Glaube an Platz drei ist ungebrochen, nun müssen auch die Beine die Spieler über die bevorstehenden Hindernisse in Richtung Königsklasse tragen. „Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Im Fußball kann alles passieren. Wir müssen bis zum Schluss kämpfen, dann kann es klappen“, zeigt sich Spielmacher Mesut Özil kämpferisch. Doch Worte allein bringen keine Siege. Die muss man sich erarbeiten: Morgen gegen Freiburg, dann gegen Wolfsburg, Köln, Schalke und den HSV.

Das könnte Sie auch interessieren

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Party im Hansezelt mit Jürgen Drews, Klaus & Klaus und „Malle-Jens“

Ein Hoch auf den "Hundeknochen": 50 Jahre Ford Escort

Ein Hoch auf den "Hundeknochen": 50 Jahre Ford Escort

Weniger Senioren und mehr Suiten: Flusskreuzfahrten-Trends

Weniger Senioren und mehr Suiten: Flusskreuzfahrten-Trends

Meistgelesene Artikel

„Das Abstiegsgespenst als Reisebegleiter? Nein, danke!“

„Das Abstiegsgespenst als Reisebegleiter? Nein, danke!“

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Das passiert am Samstag

Das passiert am Samstag

Kein Trainingslager

Kein Trainingslager

Kommentare