Schaaf mag zwar St. Pauli, doch im Abstiegskampf zählt das heute nicht

Schluss mit Unentschieden: Werder will die Rettung

Abstiegskampf ist nichts für Weicheier: Schon im Hinspiel ging's zwischen Werder und St. Pauli ordentlich zur Sache, und Clemens Fritz (unten) und Gerald Asamoah werden sich auch heute ganz gewiss nicht schonen.

Von Björn Knips - So schön es auch ist, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen – richtig glücklich macht das Werder Bremen mittlerweile nicht mehr. Denn es gibt einfach zu viele Unentschieden.  Drei waren es zuletzt am Stück (immer 1:1), insgesamt spielte Werder in 30 Bundesliga-Partien elf Mal remis.

 Deshalb ist der Klassenerhalt auch noch nicht perfekt. Doch das soll sich heute ändern: Werder will beim FC St. Pauli die Rettung.

„Es wird Zeit“, sagt Abwehrspieler Clemens Fritz und wirkt beim Thema Unentschieden schon etwas ge-nervt: „Wir stehen zwar in der Tabelle etwas besser da als noch vor einigen Wochen, aber das reicht noch nicht. Es fehlt der Befreiungsschlag – also drei Punkte.“

Abschlusstraining am Freitag

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Gut für Werder: Der FC St. Pauli ist kein Remis-Liebhaber, teilte sich in dieser Serie nämlich nur fünf Mal die Punkte. Dafür setzte es 17 Pleiten – und deshalb stehen die Hamburger mit sechs Zählern Rückstand auf Werder auch auf einem direkten Abstiegsplatz. Bei nur noch vier Spielen ist der Druck auf die Gastgeber riesig. „Das Endgültige kommt näher, jetzt kann man verlorene Punkte kaum noch aufholen“, sagt Werder-Boss Klaus Allofs und rechnet deshalb im Millerntor-Stadion mit Paulianern, die auf dem Platz, aber auch auf den Tribünen ums Überleben kämpfen werden: „In dieser hitzigen Atmosphäre müssen wir kühlen Kopf bewahren und uns nicht zu Dingen verleiten lassen, die unserem Spiel schaden.“

Werder-Profis im Freizeit-Look

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Dabei ist das Millerntor-Stadion fast so etwas wie Neuland für die Bremer. Denn seit dem Umbau waren sie noch nicht da – auch nicht als Zaungast, wie Trainer Thomas Schaaf und Allofs gestehen. „Aber ich kann mir schon vorstellen, was da los sein wird“, beteuert Allofs. Und Schaaf freut sich sogar auf die Atmosphäre im Tollhaus der Bundesliga. Aber es schmerzt ihn auch ein bisschen, dass ausgerechnet Werder dem Aufsteiger im Abstiegskampf so etwas wie den Todesstoß versetzen könnte: „Pauli ist schon eine besondere Note in der Liga. Und ich hätte nichts dagegen, wenn sie diesen Weg weitergehen könnten. Da sind sicher Sympathien bei mir vorhanden, aber die müssen im Spiel natürlich zurückgestellt werden.“

Denn Werder hat nichts zu verschenken. Ein Zähler muss heute mindestens her. Doch Schaaf ist das eigentlich zu wenig: „Es ist nie unser Ziel, unentschieden zu spielen.“

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