Stürmerstar David Villa ist Valencias Tormaschine / Frings: „Besondere Qualität“

Schlitzohrig, gefährlich: „El Guaje“ soll’s richten

Stürmer mit eingebauter Torgarantie: Valencias David Villa.

Bremen - Von Arne Flügge · Wenn David Villa wieder einmal zu seinen spektakulären Aktionen ansetzt und den Ball ins gegnerische Tor jagt, dann ertönt im Estadio Mestalla aus tausenden Kehlen „Villa, Maravilla" – Villa, das Wunder.

Die Begeisterung für den Stürmerstar kennt in Valencia keine Grenzen. Spätestens nachdem er im August 2008 ein Angebot von Real Madrid abgelehnt hatte und stattdesse seinen Vertrag beim FC Valencia bis 2014 verlängerte, wird er vergöttert. 47 Millionen Euro hatte Real geboten, doch trotz der finanziell schweren Situation des Clubs kippte Präsident Vicente Soriano nicht um.

Villa wurde mit 28 Treffern Torschützenkönig in der spanischen Primera Division und ist in dieser Saison mit bereits 17 Goals auf den besten Weg, den Titel zu verteidigen.

In der Europa League hat der 28-jährige spanische Nationalspieler in der laufenden Spielzeit allerdings noch nicht so häufig getroffen. Drei Tore in sieben Spielen sind für einen Mann, der in seinen 55 Länderspielen auf eine Quote von 36 Treffer kommt, vergleichsweise niedrig. Doch darauf will sich Werder morgen Abend (21.05 Uhr) im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League beim FC Valencia lieber nicht verlassen. Im Gegenteil. Der Respekt vor „El Guaje“, dem Burschen, wie Villa genannt wird, ist riesengroß. „Er ist einer der besten Stürmer in Europa, der fast jedes Jahr in Spanien Torschützenkönig wird“, sagt Werder-Kapitän Torsten Frings: „Das ist eine besondere Qualität.“

So wird es morgen Abend darauf ankommen, dass die Bremer Defensive steht. Allen voran den Innenverteidigern Per Mertesacker und Naldo wird David Villa immer wieder in die Quere kommen. „Er ist ein unangenehmer Spieler, klein, wendig und mit starken Dribblings. Er sucht immer wieder die Eins-gegen-Eins-Situation, ist einfach kaum auszurechnen“, weiß Mertesacker: „Und er hat einen guten Schuss, zieht aus 20, 25 Metern immer wieder ab.“ Von daher „müssen wir immer wieder verschieben und uns gegenseitig absichern“, fordert „Merte“.

Auch Naldo spricht von einem „Superstürmer“, wenn er über David Villa redet: „Wir müssen über die gesamten 90 Minuten hochkonzentriert sein und versuchen, keine Fehler zu machen.“ Natürlich geht bei Naldo, wie auch bei Mertesacker, der Respekt nicht so weit, dass er in Angst umschlägt. „Wir haben auch eine starke Mannschaft“, sagt Naldo, und Villa sei zu stoppen, wie jeder Stürmer zu stoppen ist: „Gut stehen, aggressiv und hart dran sein und ihm keinen Platz geben.“ Denn „wenn du zu viele Fehler machst, dann hast du keine Chance“, ergänzt Mertesacker. Doch das wollen die beiden Abwehrrecken verhindern.

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