Schindlers besonderer Abschiedsgruß

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Kevin Schindler (links) gegen Werder – ein ungewohntes Bild. Der Stürmer (hier gegen seine Ex-Kollegen Wesley (Mitte) und Aleksandar Ignjovski) machte gleich bei seinem Debüt für St. Pauli auf sich aufmerksam.

BREMEN . So schnell sieht man sich wieder: Erst am Nachmittag war aus dem Werder-Profi Kevin Schindler ein Pauli-Profi geworden – und schon am Abend traf er für seinen neuen gegen seinen alten Club. Ein Tor, zwei Vorlagen – besser hätte sein Einstand nicht sein können.

„Das ist natürlich gut gelaufen“, sagte der 23-Jährige, gestand aber auch: „Ein bisschen komisch ist das schon, gleich gegen den Ex-Club zu spielen. Denn ich bin auch ein wenig enttäuscht, dass es bei Werder nicht mehr weiterging. Aber letztlich bin ich froh, hier zu sein. Etwas Besseres hätte mir in meiner Situation doch gar nicht passieren können.“

Werder Bremen im Testspiel gegen St. Pauli

Werder Bremen - St. Pauli

Bereits tags zuvor hatte sich der Wechsel zum Zweitligisten angedeutet (wir berichteten). Gestern wurde alles unter Dach und Fach gebracht. Schindler besitzt einen Vertrag bis Saisonende, der sich bei einer bestimmten Anzahl von Spielen um ein Jahr verlängert. „Pauli hat in den letzten zwei, drei Jahren immer wieder angefragt, vor vier Wochen dann erneut“, berichtete Schindler. Allerdings musste sich der Delmenhorster noch etwas gedulden, bis der finanziell nicht auf Rosen gebettete FC St. Pauli alles klar hatte. Die Ablösesumme soll bei 150 000 Euro liegen.

Der Abschied von Schindler ist keine Überraschung. Das einstige Riesentalent, das für Werder 2007 sogar in der Champions-League-Quali gegen Zagreb in der Startelf stand, wurde in Bremen nach nur fünf Bundesliga-Einsätzen nicht mehr gebraucht. „Wir haben es über die Jahre immer wieder versucht. Aber Kevin konnte sich nicht in den Vordergrund spielen“, erklärte gestern Thomas Schaaf. Der Trainer hatte Schindler auf dessen Wunsch wegen des Überangebots im Bremer Sturm zuletzt sogar als rechten Verteidiger ausprobiert. Doch auch dort konnte sich das Werder-Eigengewächs, das zwölf Jahre im Verein war, nicht für einen weiteren Verbleib empfehlen. Eine Rückkehr in die U 23 lehnten sowohl Spieler als auch Verein ab. Clubchef Klaus Allofs hatte Schindler schon zum Start in die Vorbereitung aufgefordert, sich einen neuen Verein zu suchen. Und an dieser Einstellung änderte sich nichts mehr. Die gestrige Auflösung des noch ein Jahr laufenden Vertrags war die logische Konsequenz.

In Hamburg soll Schindler, der sich im Frühjahr nach einjähriger Pause wegen eines Knorpelschadens zurückgemeldet hatte, wieder offensiver spielen. „Im rechten Mittelfeld oder weiter vorne, da kenne ich mich aus.“ Nicht nur dort. Nach den Ausleihen an die Zweitligisten Rostock, Augsburg und Duisburg „kenne ich die Liga, die passt zu mir. Und St. Pauli ist der Wahnsinn, ein super Verein mit super Fans“, schwärmte Schindler, der gestern beim Test vor der bemerkenswerten Kulisse von 7 000 Zuschauern schon einen Vorgeschmack bekam. n kni

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