Schiedsrichter will mit dem DFB Frieden schließen

Rafati plant Wechsel ins Ausland

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Daumen hoch! Babak Rafati pfeift wieder.

Bremen - Babak Rafati bekam am Samstag in Bremen viel Applaus – für einen Schiedsrichter sogar ungewöhnlich viel. Aber die Menschen kennen nun einmal sein Schicksal. Vor drei Jahren hatte Rafati – geplagt von Depressionen – vor einem Bundesliga-Spiel versucht, sich das Leben zu nehmen. Jeder weiß das – und genau das schließe eine Zukunft als Schiedsrichter in Deutschland aus, behauptete der 44-Jährige: „Es würde doch immer geschaut, ob ich mich umbringe, wenn ich einen Fehler gemacht habe. Es gibt hier keinen gesunden Umgang mit Menschen wie mir.“

Abschiedsspiele machen ihm zwar Spaß, befriedigen ihn aber nicht: „Ich bin seit 25 Jahren Schiedsrichter, das wirft man nicht einfach so weg.“ Daher strebt er einen Wechsel ins Ausland an, außerhalb von Europa: „Es gibt leichte Kontakte.“

Gerne würde er auch mit dem DFB zusammenarbeiten. Doch zwischen ihm und dem Verband herrscht Funkstille, seit Rafati seinen damaligen Vorgesetzten Herbert Fandel und Hellmut Krug eine Mitschuld am Selbstmordversuch gegeben hatte. „Ich will Frieden“, sagte er. Der DFB müsse sich den Themen Depressionen und Homophobie widmen – „dabei möchte ich helfen“.

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