Kritik von Mitspielern und Trainer / In Istanbul auf der Bank?

Schelte für Arnautovic

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Der Anblick sagt alles: Marko Arnautovic war nach Österreichs Pleite gegen Belgien schwer gefrustet.

Bremen - (mr) · Bei der Nationalmannschaft war Marko Arnautovic unumstritten, genoss höchste Wertschätzung, galt als einer der großen Hoffnungsträger.

Vier Tore in den vergangenen vier Partien für Österreich, darunter eines beim 4:4 in Belgien – so lautete die stolze Bilanz des Werders-Stürmers, der in Bremen bereits seit 1 167 Minuten auf einen Bundesliga-Treffer wartet. Doch seit dem Wochenende steht der 21-Jährige auch in seiner Heimat in der Kritik.

Vor dem erneuten Aufein-andertreffen mit Belgien in der EM-Qualifikation in Wien hatte er den Mund ziemlich voll genommen: „Ich werde auch diesmal die Schwäche der Belgier finden. Ich gehe davon aus, dass wir gewinnen. Ich will zur EM.“ Aber nach der vollauf verdienten 0:2-Heimniederlage, die Österreichs Chancen in der deutschen Qualifikationsgruppe deutlich schmälerten, bekam Arnautovic einiges zu hören – von der Presse und sogar von Mitspielern.

„Arnautovic war schwach und hat mehr gegen sich selbst gespielt“, urteilte die belgische Zeitung „De Morgen“. Auf dem linken Flügel war Arnautovic, der unter anderem bei einer Ecke für Österreich mit Trainer Dietmar Constantini diskutierte anstatt für Gefahr zu sorgen, trotz großer Ankündigungen sehr wenig gelungen. Zudem präsentierte er sich nicht gerade als Teamplayer. Der Mainzer Christian Fuchs, der hinter dem Bremer spielte, monierte: „Ich hätte mir von ihm das eine oder andere Mal mehr Unterstützung gewünscht.“ Der eingewechselte Duisburger Stürmer Stefan Maierhofer prangerte die mangelnde Einstellung einiger Spieler an – und meinte wohl auch Arnautovic, als er empfahl: „Vielleicht müssen einige, bevor sie auf den Platz gehen, einen schönen Tritt in den Arsch bekommen.“

Trainer Constantini reagierte mit kritischen, aber auch aufmunternden Worten auf die schwache Vorstellung des Bremers. „Wenn ihm nichts gelingt, wird er grantig und mault herum. Gegen Belgien hat er gestikuliert und damit falsch reagiert“, bemängelte Constantini, ergänzte jedoch: „Grundsätzlich kann er mit einem einzigen Genieblitz entscheidende Akzente setzen – diesmal klappte es leider nicht. Er hat seine Qualitäten aber schon gezeigt. Unsere spielerische Note hat sich verbessert, seit er im Team ist.“

Vielleicht fliegt Arnautovic morgen im wichtigen Spiel in Istanbul gegen die Türkei trotzdem aus der Startelf. Constantini jedenfalls hat nach der „gewaltigen Ohrfeige“ gegen Belgien einige Änderungen angekündigt.

Gegenwind bei der Nationalelf, dazu die lange Durststrecke bei Werder: Sportlich läuft’s für Arnautovic derzeit alles andere als rund. Zumindest privat ist der 21-Jährige aber glücklich. Er hat eine neue Freundin, wie er österreichischen Journalisten verriet. Wer es ist, will Arnautovic „nicht sagen. Aber wenn ihr sie seht, werdet ihr sie wahrscheinlich alle kennen.“ Anna-Maria Lagerblom, die Ex-Freundin von Ex-Mitspieler Mesut Özil, sei es aber nicht. In „Bild“ zerstreute Arnautovic’ Bruder Danijel dieses Gerücht: „Seine Freundin ist gar nicht aus Deutschland.“

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