Schafft Werder in Stuttgart die Wende?

Riesendruck – auch für Viktor Skripnik

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Mediengruppe Kreiszeitung

Bremen - Was Viktor Skripnik in dieser Woche über sich gelesen und gehört hat, dürfte ihn sehr gefreut haben. Aufsichtsratschef Marco Bode, Sportchef Thomas Eichin, Ehrenpräsient Klaus-Dieter Fischer und auch die Werder-Profis: Alle sprachen dem Bremer Trainer das Vertrauen aus. Doch der 46-Jährige weiß, dass all die netten und unterstützenden Worte nicht viel helfen, wenn seine Mannschaft weiter verliert – und vor allem weiter solche indiskutablen Leistungen wie in Wolfsburg (0:6) und zuletzt in der ersten Halbzeit gegen den Hamburger SV (1:3) zeigt. Denn dann kann es für den Chefcoach, der Ende Oktober 2014 das Ruder von Robin Dutt übernahm, trotz aller Treueschwüre eng werden.

Der Druck auf Team und Trainer ist vor dem Kellerduell beim VfB Stuttgart (heute, 15.30 Uhr) enorm groß. Und Eichin nimmt ihn auch nicht weg. „Diese Situation gilt es jetzt zu meistern. Das muss jeder annehmen, sonst soll er woanders spielen. Der Druck von außen ist sowieso immer hoch, wenn man da steht, wo wir stehen. Das ist nichts Neues.“

Skripnik selbst präsentierte sich in dieser „unangenehmen Phase“ total unterschiedlich, zeigte in dieser Woche in der Öffentlichkeit zwei Gesichter. Am Dienstag trat er (was er sonst eigentlich nicht tut) vor die Medienvertreter und betonte, sich nicht verstecken zu wollen. Der Ukrainer war entschlossen, kämpferisch, optimistisch. Auf der Pressekonferenz am Freitag dann ein völlig anderes Bild. Skripnik wirkte angestrengt, kurz angebunden und alles andere als angriffslustig. Eben nicht wie einer, der bei seinem Personal das nötige Feuer im Abstiegskampf entfacht. Intern, sagen die Spieler, sei das jedoch anders. Da werde Skripnik „natürlich auch mal laut“, verrät Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie. Und das sei in der aktuellen Lage auch nötig, findet Mittelfeldspieler Fin Bartels: „Ich sage jetzt nicht, ob er uns anschreit. Aber es sind klare Ansprachen gefordert – und die muss es auch geben.“ Ansonsten ist der Trainer eigentlich wie immer, urteilt Bartels: „Als Typ hat er sich überhaupt nicht verändert.“ Gebre Selassie spürt auch, wie sehr Skripnik die Wende herbeiführen will: „Er lebt für diesen Verein, bleibt positiv und sagt uns, dass wir keine Angst haben sollen.“ Stürmer Anthony Ujah lässt schließlich noch ein weiteres Statement pro Skripnik folgen: „Er ist unser Trainer. Wir glauben an ihn – und er glaubt an uns.“

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