Schaafs Devise: Gönnen können und trotzdem siegen

Der Mann mit der Mütze schielt auf die Tabellenspitze. „Ja klar, ich möchte die Nummer eins sein“, sagt Thomas Schaaf.

Werder-Bremen - BREMEN (csa) · Thomas Schaaf hat sich am Mittwoch einen schönen Fernsehabend gemacht. Auf dem Programm stand, na klar, Fußball. VfL Wolfsburg bei ZSKA Moskau – für den Werder-Trainer eine Pflichtveranstaltung.

Schaaf sah eine 1:2-Niederlage des Meisters, der morgen im Weserstadion antritt. Doch anders wie vielleicht die meisten Werder-Fans, leitet der Bremer Coach aus der Wolfsburger Champions-League-Pleite keine Schwächephase des VfL ab. „Ich habe auch viele gute Sachen gesehen. Die Mannschaft hat gezeigt, wozu sie fähig ist“, urteilte Schaaf und zeigte Mitleid mit dem nächsten Gegner. Der habe sich nach der 1:0-Führung durch Edin Dzeko „leider selbst um den Verdienst gebracht“ und so den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse verpasst. Wolfsburg muss am letzten Spieltag ins „Finale“ gegen Manchester United – und hat dann einen Daumendrücker namens Thomas Schaaf: „Die Mannschaft hat noch die Möglichkeit, sich in der Gruppe durchzusetzen, das wäre für Wolfsburg ein Riesenerfolg, den wir ihnen auch gönnen würden.“

Wie nett. Morgen sollte die Gönnen-können-Mentalität aber Pause haben. Für Werder steht die Serie von 20 Spielen ohne Niederlage und möglicherweise sogar die Tabellenführung auf dem Spiel. Nach dem „One-night-stand“ an der Spitze am vergangenen Wochenende sind die Spieler jetzt richtig scharf auf Platz eins. „Oben zu stehen, war ein gutes Gefühl – auch wenn’s nur eine Nacht war“, grinst Philipp Bargfrede.

Um Bayer Leverkusen als führendes Team abzulösen, muss die einen Punkt bessere Werkself allerdings am Sonntag im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart patzen. Und Werder gegen Wolfsburg punkten. Das wäre der Idealfall – auch für Thomas Schaaf. Zwar würde er „nie herausposaunen“, dass er die Spitze im Visier hat, „aber wenn ich gefragt werde, sage ich: Ja klar, ich möchte die Nummer eins sein.“

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