Comeback-Experte Hunt heute gegen die Bayern dabei / Auch Prödl ein Startelf-Kandidat

Schaaf zieht seinen Joker

Hier bin ich! Aaron ist endlich wieder da und soll Werder nach sechs Spielen ohne Sieg in die Spur bringen. ·

Bremen - Mach‘s noch einmal, Aaron! Auf Hunt kommt es heute bei Werders letzter Chance auf die Europa League an – zumindest scheint das der Plan von Thomas Schaaf zu sein. Der Werder-Coach deutete gestern beim Abschlusstraining an, dass Hunt heute im Heimspiel gegen die Bayern sein Comeback feiern wird – und zwar in der Startelf.

Seit Jahresbeginn fehlt Hunt nun schon. Ein Sehnenanriss in der Leistengegend machte ihm länger zu schaffen als gedacht. Aber was sind schon dreieinhalb Monate. Früher ist der 25-Jährige viel länger ausgefallen – und dann grandios auferstanden. Am 28. November 2007 feierte Hunt ein famoses Comeback. Nach über einem halben Jahr Pause, und das gegen keine geringere Mannschaft als Real Madrid. Schaaf hatte ihn ins kalte Wasser geschmissen, weil Spielmacher Diego nicht zur Verfügung stand. Mit Erfolg, Hunt war nicht nur wegen eines Tores maßgeblich am 3:2-Sensationssieg gegen die Königlichen beteiligt.

Auch heute fehlt Werder wieder der Mann fürs Kreative. Marko Marin und Mehmet Ekici sind verletzt. „Wenn ich der Mannschaft in der Startelf helfen soll, dann wäre das für mich kein Problem“, sagte Hunt gestern. Zuvor beim Training hatte er noch in der B-Elf begonnen. Doch klammheimlich beorderte ihn Schaaf in den letzten Minuten an die Schaltstelle der A-Formation.

Hunts Erfahrung wird dem jungen Mittelfeld gut tun. Denn wegen der vielen Ausfälle muss Schaaf auf Talente setzen – also auf Tom Trybull (19) und Felix Kroos (21), vielleicht auch auf Florian Trinks (20). Zlatko Junuzovic ist immerhin schon 24 Jahre alt, aber seit gestern nicht nur ein Kandidat fürs Mittelfeld, sondern auch für die Abwehr. Schaaf testete den Österreicher als rechten Verteidiger. Denn in Aleksandar Ignjovski hatte sich zuvor die letzte gelernte Alternative verletzungsbedingt abgemeldet. „Ich habe das noch nie gespielt, da hat man gut zu tun“, stöhnte Junuzovic: „Aber warum nicht? Wenn der Trainer es will.“

Doch es dürfte beim Test bleiben. Die Genesung von Sebastian Prödl bietet neue Möglichkeiten. Der Österreicher absolvierte gestern nach fünfwöchiger Pause wegen eines Muskelfaserrisses auch seine zweite volle Einheit mit der Mannschaft „ohne Probleme“, wie er später sagte. Prödl könnte in die Innenverteidigung rücken, dafür Francois Affolter auf die rechte Seite ausweichen. Diese Notlösung gab es schon einmal in Dortmund. Kein Thema ist Leon Balogun, der sich die ganze Trainingswoche auf dieser Position beweisen durfte. Ohne Erfolg, Schaaf schob ihn zur U 23 ab.

Marko Arnautovic und Aleksandar Stevanovic stehen dagegen im Kader – erstmals nach ihren Verletzungen. Es könnte also weitere Comebacks geben. · kni

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