Werder ist viel zu schläfrig: 1:2-Pleite in Szombathely

Schaaf wird nur von den Ungarn beschenkt

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Werder Bremen - Szombathely Haladas

SZOMBATHELY (kni) · Einen Ehrenplatz wird dieses Geschenk im Hause Schaaf ganz sicher nicht bekommen – dabei war es durchaus ungewöhnlich: Denn wann wird für ein Freundschaftsspiel schon ein spezieller Fan-Schal mit den Wappen der beiden Mannschaften produziert?

Für Szombathely Haladas war der Besuch von Werder Bremen eine ganz große Nummer, dafür hatten die Ungarn sogar ihre Saisonpremiere in der ersten Liga verschoben. Schaafs Spieler nahmen die Partie weniger ernst und verloren vor 4 500 Zuschauern mit 1:2 (0:2).

„Wir haben die erste Halbzeit verschlafen. Da haben bei uns viele Dinge gefehlt“, monierte Thomas Schaaf. Allerdings hatte der Coach auch große Probleme bei der Besetzung der Abwehr – speziell der Innenverteidigung. Die Stammkräfte Naldo und Per Mertesacker fehlten genauso wie Ersatzmann Petri Pasanen. Nur Sebastian Prödl stand als gelernter Innenverteidiger zur Verfügung, ihm stellte Schaaf Mittelfeldmann Peter Niemeyer zur Seite. „Das ist absolut unbefriedigend“, schimpfte Schaaf, der sich das (Abwehr-)Leben allerdings selbst noch schwerer machte. So erhielt auf der linken Seite der überfordert wirkende Peruaner Juan Barros eine weitere Bewährungschance. Die Bremer Defensive war damit so offen wie die Grenze von Österreich nach Ungarn. Erst durfte Marton Oross – allerdings aus abseitsverdächtiger Position – alleine aufs Tor zustürmen und einschießen (8.), dann genoss Gabor Nagy ähnliche Freiheiten – 2:0 (41.). Beide Male hatte Prödl nicht gut ausgesehen. Das sorgte offenbar für Frust, kurz vor der Pause trat der Österreicher nach. Zum Glück zeigte der Unparteiische nicht Rot, sondern pfiff sofort zur Pause . . .

Werder Bremen - Szombathely Haladas

Werder Bremen - Szombathely Haladas

Auch nach vorne hatte Werder total enttäuscht. Das Bremer Dreigestirn Marko Arnautovic, Claudio Pizarro und Hugo Almeida strahlte kaum Torgefahr aus. Nach dem Wechsel wurde es etwas besser – auch Dank der Gastgeber. Die wechselten munter durch. Am Ende waren es 26 (!) Haladas-Spieler, die sich nun Werder-Bezwinger nennen dürfen. Denn der Bundesligist brachte nur noch den Anschlusstreffer von Almeida zu Stande (76.). Damit war Werders erste Niederlage im siebten Testspiel besiegelt, der Gastgeber mächtig stolz – und Schaaf Besitzer eines Schals, der für einen unrühmlichen Auftritt in Ungarn steht und deshalb wohl in der Mottenkiste landen wird . . .

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