Werder-Coach fordert längere Winterpause

Schaaf will mehr im Sommer spielen

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Thomas Schaaf will eine längere Winterpause.

Bremen - Schnee und Eis, Temperaturen weit unter dem Nullpunkt – trotzdem sind die Trainingsbedingungen am Weserstadion nicht schlecht. „Die Rasenheizung funktioniert gut“, berichtet Thomas Schaaf. Aber ein Freund vom Fußball als Wintersport ist der Werder-Coach deshalb noch lange nicht.

Im Gegenteil: Schaaf plädiert für eine Verlängerung der Winterpause und wesentlich mehr Spielzeit im Sommer.

„Bei solchen Temperaturen wie jetzt sitzt doch niemand gerne im Stadion“, sagt der 51-Jährige und nennt noch andere Probleme für die Zuschauer: „Sie müssen doch genau überlegen, wie sie bei diesen Witterungsbedingungen sicher zum Stadion kommen.“ Schaaf hat aber auch die Spieler und deren Gesundheit im Blick. „Wir können uns in diesem Jahr sicherlich nicht über zu viele Spiele beklagen, aber man muss auch an die denken, die international dabei sind. Die hatten bis zu 30 Spiele und sollen auch im Frühjahr wieder Topleistungen bringen. Vielleicht auch noch danach bei ihren Nationalmannschaften. Da wird es ohne Winterpause eng“, findet Schaaf und fordert: „Man sollte sich Gedanken machen, die Winterpause zu verlängern. Da gibt es Diskussionsbedarf.“

Dabei regt der Ex-Profi an, die Sommerpause zu verkürzen. „Ausgerechnet in der Zeit, wo es am schönsten ist, wo auch die Kinder in den Ferien abends mal zu Spielen kommen können, wo der Rasen am besten wächst, da wird nicht gespielt. Man sollte einfach länger im Sommer spielen.“

Prödl wieder im Training

Stattdessen ist im Mai für viele Clubs schon Schluss, weil für das DFB-Pokalfinale und das Endspiel in der Champions League jeweils ein Samstag freigehalten werden muss. Danach folgen die Turniere der Nationalmannschaften, dann eine wochenlange Vorbereitung für den Bundesliga-Start Mitte August. Dort sieht Schaaf das größte Potenzial, Zeit für eine längere Winterpause zu gewinnen.

Doch so schnell wird das nicht gehen. In der nächsten Saison wird die Winterpause sogar noch kürzer, weil die Bundesliga bis zum 22. Dezember gespielt wird. „Die Zeit wird immer weniger“, klagt Schaaf. Da fehlt nicht mehr viel – und es gibt hier englische Verhältnisse: Die Premier League kennt keine Winterpause.

Der deutsche Fußball-Fan hält davon nicht viel – zumindest ergab das eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa. Dabei sprachen sich 64 Prozent der Befragten für einen Erhalt der Pause zum Jahreswechsel aus. Nur 17 Prozent votierten für eine Abschaffung des Winterschlafs. · kni

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