Werder-Coach rechnet heute Abend in Frankfurt mit „heißem Tanz“ / Allofs will Serien ausbauen

Schaaf warnt vorm Daum-Effekt

Von Björn Knips und Malte Rehnert · Thomas Schaaf hatte keinen Scout geschickt, sondern war am Sonntag extra selbst nach Wolfsburg gereist. Der Werder-Coach wollte eben ganz genau wissen, was der Trainerwechsel bei Eintracht Frankfurt gebracht hat.

Statt Michael Skibbe hat beim Tabellen-13. (32 Punkte) nun Christoph Daum das Sagen. Der 57-Jährige gibt heute Abend (20.30 Uhr) im Abstiegsduell gegen Werder (ein Punkt und ein Platz besser) sein Heimdebüt für die Hessen – und genießt beim Gegner höchsten Respekt.

Meistens impulsiv und gestenreich: Frankfurts Trainer Christoph Daum.

„Christoph hat eine besondere Note. Das wissen wir, das muss ich nicht groß erklären“, sagt Schaaf und warnt sein Team eindringlich vor dem Daum-Effekt, den der impulsive Eintracht-Coach vor allem in puncto Begeisterungsfähigkeit auszulösen vermag: „Er versucht, emotional viel zu bewegen, steht für Motivation. Es muss uns klar sein, dass es ein heißer Tanz wird.“ Der Trainerwechsel werde „Kräfte freisetzen. Die Mannschaft wird sich wehren“, weiß der im Vergleich zu Daum eher zurückhaltende Schaaf – und erinnert an das Frankfurter 1:1 in Wolfsburg: „Sie haben dem Ansturm standgehalten und sogar fast gewonnen. Wir müssen bis zur letzten Sekunde hellwach sein.“

Werder-Sportchef Klaus Allofs kennt den Frankfurter Coach noch aus gemeinsamen Tagen beim 1. FC Köln. Daum war erst Co- (1985/86) und dann Chef-Trainer (1986 bis 1990). Allofs spielte von 1981 bis 1987 beim FC: „Das ist lange her“, sagt der Bremer Boss: „Aber ich weiß noch genau, welche Fähigkeiten Christoph hat. Er hat sicher die Berechtigung, in der Bundesliga zu arbeiten. Wir sind gegen Frankfurt jedenfalls auf alles gefasst.“

Training am Donnerstag

Werder-Training am Donnerstag

Bremens Torwart Tim Wiese ist „egal, wer da auf der Trainerbank sitzt“. Er weiß, dass Daum „ein guter Trainer“ und „ein alter Fuchs“ ist – aber der 29-jährige Keeper betont: „Wir dürfen nur auf uns schauen.“ In Frankfurt will Werder seine beiden Erfolgsserien ausbauen. Seit fünf Partien sind die Bremer in der Bundesliga ungeschlagen – und auswärts haben sie zuletzt zweimal mit 3:1 triumphiert (in Freiburg und Nürnberg).

„Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir keinen Unterschied zwischen zu Hause und auswärts machen. In Freiburg und Nürnberg sind wir sehr selbstbewusst aufgetreten“, lobt Allofs und kündigt schon mal an: „Unser Ziel ist es, auch in Frankfurt drei Punkte zu holen.“

Die positive Tendenz in den vergangenen Wochen habe Werder „durch totale Leidenschaft und totale Konzentration erreicht“, meint Allofs: „Wenn wir das beherzigen, werden wir uns weiter unten raus bewegen.“ Vielleicht gibt’s schon heute „den ersten großen Schritt“.

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Autostudien mit nachwachsenden Rohstoffen

Gedenken an Roman Herzog in Berlin

Gedenken an Roman Herzog in Berlin

Zverev-Auftritt in Melbourne vorbei: Federer zu gut

Zverev-Auftritt in Melbourne vorbei: Federer zu gut

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Honey als Känguru, Kakerlakenregen und viele Tränen: Tag elf im Dschungelcamp

Meistgelesene Artikel

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

BVB mit Personalproblemen gegen Werder

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Bundesliga Rückrunde: Das vierte Gif-Quiz zu Werder gegen Dortmund

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Werder verliert gegen Dortmund: Viel Moral, null Ertrag

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Thomas Delaney: Ein Gewinner unter Verlierern

Kommentare