Nicht nur der Werder-Trainer ist bestens gelaunt: „Wir haben eine unheimlich gute Stimmung“

Schaaf steigert den Spaßfaktor

Entspannt und gut gelaunt: Werder-Trainer Thomas Schaaf zog gestern eine ausführliche Bilanz der bisherigen Vorbereitung – mit einem positiven Fazit. ·

Donaueschingen · Ein bisschen Spaß muss sein – Thomas Schaaf hat sich den Roberto-Blanco-Hit offenbar zu Herzen genommen. Der Trainer des SV Werder Bremen wirkt in dieser Vorbereitung viel lockerer. Auf dem Trainingsplatz herrscht eine natürlich konzentrierte, aber eben auch sehr gute Atmosphäre.

Der 50-Jährige hat mit kleinen Spielchen wie der Menschenpyramide den Spaßfaktor gesteigert und quasi im Gegenzug gute Leistungen bekommen. Schaafs Auftritt gestern Mittag in einer Medienrunde im Trainingslager in Donaueschingen war ein Mutmacher für die angekratzte Werder-Seele. Knapp eine Stunde sprach der Trainer über . . .

die Vorbereitung

„Die Mannschaft hat sehr gut gearbeitet. Wir haben nicht nur im Training schon Erfolge gesehen: Unser Auftreten beim 4:3-Sieg in Freiburg hat mir richtig Spaß gemacht, dafür habe ich die Mannschaft unheimlich gelobt. Leider ist das in der Berichterstattung etwas zu kurz gekommen. Diesen Weg müssen wir weitergehen. Unbefriedigend ist nur, dass nicht alle an Bord sind.“

den Kader

„Wir sind gut bestückt, wenn alle fit sind. Deshalb muss es unser erster Gedanke sein, die Verletzten gesund zu bekommen. Natürlich schaut man, welche Spieler auf den Markt sind und ob man das realisieren kann. Aktuell ist da aber keine Möglichkeit.“

die Stimmung

„Wir haben eine unheimlich gute Stimmung in der Mannschaft. Die Spieler gehen aufeinander zu, packen die Dinge gemeinsam an. Das ist ein guter Weg, den wir unbedingt weitergehen müssen.“

die Menschenpyramide

„So was macht mir Spaß, weil es mal was anderes ist. Sonst mussten die Verlierer bei Spielen im Training Liegestütze machen. Irgendwann wird das langweilig. Nun machen wir diese Gemeinschaftsaktion, die gar nicht so leicht ist. Man muss sich schon gemeinsam damit beschäftigen, wie baue ich so ein Ding, wie gehe ich aufeinander drauf, ohne mir den Hals zu brechen. Und die Gewinner haben dabei auch noch was zu lachen.“

Erstes Training für Papasthatopoulos

Erstes Training für Papastathopoulos

Mentaltrainer Jörg Löhr

„Er war gerade zur Team bildenden Maßnahme hier. Wir werden ihn sicher noch öfter in Anspruch nehmen. Die Mannschaft nimmt das sehr gut an, wir haben ihn in unser Programm mit aufgenommen.“

den Machtkampf

„Ich würde nicht von Machtkampf sprechen. Es gab lediglich Äußerungen vom Aufsichtsrat, der die wirtschaftliche Seite aufgelistet hat. Das wurde auch nie angezweifelt. Wir wissen, dass ohne internationales Geschäft eine Menge Kapital fehlt. Trotzdem ist es die Pflicht der sportlichen Leitung anzumerken, dass der gewünschte Fußball so nicht vollziehbar ist. Mehr ist nicht passiert. Man ist doch nicht mit Boxhandschuhen aufeinander losgegangen. Ich habe auch nichts gefordert, sondern nur Dinge aufgezeigt.“

Spielerverkäufe

„Es ist ganz bestimmt nicht mein Plan, Spieler abzugeben. Aber ich bin auch nicht naiv. Wenn ein besonderes Angebot kommt, dann müssen wir darüber diskutieren.“

seinen Vertrag bis 2012

„Ich habe mit Klaus Allofs besprochen, dass wir im Moment nicht über Verträge reden, sondern erst einmal die Mannschaft in die Spur bringen wollen. Wir haben auch keinen zeitlichen Rahmen abgesteckt, wann wir dieses Thema angehen werden.“

Torsten Frings

„Erst einmal finde ich es schade, dass er als Mensch nicht mehr dabei ist. Das ist auch eine persönliche Geschichte, weil ich so lange mit ihm zusammengearbeitet habe und viel Spaß mit ihm hatte. Aber wir haben uns nun mal für diesen Weg entschieden. Torsten hat für sich einen Raum in Anspruch genommen, der jetzt für andere frei ist. Nun ist es spannend, von wem dieser Raum genutzt wird, ob da nur einer drin sitzt oder acht. Ich beobachte ganz genau, wie die Dinge ihren Weg finden, wie die Strömungen in der Mannschaft sind. Das ist ein Prozess, der dauert. Eines kann man aber schon sagen: Es wird keinen geben, der so sein wird wie Torsten. Aber das ist auch nicht erforderlich.“

den neuen Kapitän

„Den gibt es noch nicht. Ich habe mir auch kein Datum gesetzt, wann das feststehen muss. Aber natürlich wird man das vor dem Bundesliga-Start machen.“

Philipp Bargfrede

„Sein erstes Jahr war hervorragend, keiner hatte ihn auf dem Zettel. Am Anfang der vergangenen Saison hatte er eine total hohe Belastung, weil wir nicht so viele Spieler hatten. Das hat man ihm angemerkt. Dann kam auch noch eine Verletzung und er fand nicht mehr so seinen Rhythmus. Jetzt ist er aber voll da, ist bissig, griffig und man sieht, dass er richtig Spaß hat.“

Marko Arnautovic

„Ob er sich verändert hat oder nicht, mache ich nicht an einigen wenigen Tagen fest. Marko trainiert intensiv, setzt das Erklärte gut um. Er ist fleißig – wie ich es allerdings von allen Spielern erwarte.“

Überraschungen

„Da denkt man als erstes immer an die jungen Burschen, die sich plötzlich hervortun. Aber bei denen wird schnell groß berichtet, weil sie fünf Mal den Ball getroffen haben. Das ist nicht so meine Sache, Ich bin da vorsichtiger. Natürlich hat Lennart Thy zuletzt gezeigt, was in ihm steckt. Ihm hat die Vorbereitung richtig gut getan. Doch daran muss er jetzt auch festhalten.“

das Saisonziel

„Wir wollen wieder besseren Fußball spielen und die Dinge wiederfinden, die unser Spiel jahrelang ausgezeichnet haben. Es wäre schon schön, wenn wir wieder international vertreten wären – das würde uns auch wirtschaftlich gut stehen.“

· kni

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