„Moreno verfügt über phantastische Fähigkeiten“ / Sportchef Allofs: „Wir glauben an ihn“

Schaaf schwärmt von „El Matador“

Ende Mai war Marcelo Moreno Martins zu einer Stippvisite in Bremen – ab Juli die sportliche Heimat für den neuen Werder-Stürmer.

Werder-Bremen - BREMEN (csa/flü) n Ob er im Sommer 2010 nach Südafrika reisen wird? Vielleicht. Wenn, dann aber nur als Urlauber. Für den Fußballer Marcelo Moreno Martins ist der Weg ans „Kap“ nämlich versperrt. Der neue Werder-Stürmer hat mit Bolivien so gut wie keine Chance mehr auf ein Ticket für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr.

Nach der 0:4-Pleite in Chile beträgt der Abstand zum Relegationsplatz bereits acht Punkte – vermutlich zu viel bei nur noch vier ausstehenden Partien.

Die Niederlage in Santiago de Chile erlebte Moreno übrigens wie er auch die WM erleben wird: als Zuschauer. Weil er sich drei Tage zuvor beim 0:1 gegen Venezuela eine Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte, fehlte er seinem Land beim Griff nach dem letzten WM-Strohhalm. Es war der negative Abschluss turbulenter Wochen für den 21-Jährigen.

Im Zeitraffer sieht das so aus: Frustschieben auf der Ersatzbank von Schachtjor Donezk. UEFA-Pokal küssen – ebenfalls bei Schachtjor. Wechsel auf Leihbasis zu Werder, so den Frust loswerden. Neuen Frust aufbauen im Nationalteam. Und nun? Nun bleibt ihm die Vorfreude auf einen Neuanfang an der Weser. Moreno darf sich freuen. Denn Werder-Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs empfangen ihn mit offenen Armen in Bremen. „Wir hoffen, dass er für uns der perfekte Stürmer ist“, sagt Schaaf über den smarten Bolivianer.

Die Kriterien, die einen Fußballer zu einem perfekten Angreifer für Werder machen, beschreibt Schaaf wie folgt: „Technisch sehr stark, kann sich körperlich sehr gut einbringen und hat ein gutes Kopfballspiel.“ Außerdem sei „El Matador“, wie Moreno in seiner Heimat genannt wird, einer ohne Scheuklappen und Tunnelblick. „Marcelo sucht einerseits selbst den Abschluss, kann aber auch mit den anderen harmonieren“, sagt Schaaf über die Einjahresleihgabe.

Dass Moreno nach Ablauf der zwölf Monate für die vereinbarten 8,8 Millionen Euro (bei einer Leihgebühr von zwei Millionen) weiterverpflichtet wird, ist der Plan. „Wir glauben an Marcelo und seine Fähigkeiten“, meint Klaus Allofs: „Er wird unsere Qualität im Sturm erhöhen.“

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