„Wir saßen wohl noch im Flieger“ / Nur Sokratis bekommt Lob

Schaaf sauer: Donnerwetter beim Blitzturnier

Guter Start für Sokratis Papastathopoulos (r.): Der Grieche gab Bilbaos Fernando Llorente kaum eine Chance.

Southampton · Einen Tag zuvor hatte Thomas Schaaf seine Mannschaft noch für den tollen Test in Freiburg und das gute Trainingslager in Donaueschingen gelobt.

Doch am Samstagabend war die gute Laune des Werder-Trainers futsch, Schaaf schimpfte nach den beiden Pleiten beim Blitzturnier in Southampton: „Wir saßen wohl noch im Flieger. Natürlich war das mit der Anreise etwas ungewöhnlich, aber wir hätten mehr abliefern müssen. Ich habe der Mannschaft verdeutlicht, welche Dinge nicht verfolgt wurden.“

Ein Donnerwetter beim Blitzturnier, von dem nach den Pleiten gegen den FC Southampton (0:3) und Athletic Bilbao (1:2) nur Sokratis Papastathopoulos verschont blieb. „Er war griffig, in den Zweikämpfen voll da und hat das gezeigt, was man bei den anderen vermisst hat“, lobte Schaaf den Griechen für dessen ersten Auftritt im Werder-Trikot.

Auf den hatte der Neuzugang vom FC Genua allerdings etwas warten müssen. Im ersten Spiel gegen Southampton – nur 90 Minuten nach der Landung auf der Insel – saß Sokratis auf der Bank. Dafür standen Andreas Wolf und Clemens Schoppenhauer im Abwehrzentrum und erlebten mit ihren Teamkollegen im mit nur 9 000 Zuschauern gefüllten St. Mary‘s Stadium ein 45-minütiges Debakel. „Wir waren viel zu lethargisch“, ärgerte sich Schaaf über den Auftritt gegen den englischen Zweitligisten. David Connolly (11.), Guly do Prado (31.) und Adam Lallana (42.) hatten keine Mühe, einen klaren Sieg herauszuschießen.

Gegen Bilbao lief‘s dann besser – auch dank Sokratis, der mit Nebenmann Leon Balogun eine ordentliche Innenverteidigung bildete. „Für mein erstes Spiel war es ganz okay, aber ich hoffe, dass es in Zukunft noch besser wird. Wir haben eine gute Mannschaft, es ist sehr familiär hier“, meinte der 23-Jährige nach der Partie. Dem spanischen Weltmeister Fernando Llorente hatte er gehörig zugesetzt. Ob am Boden oder in der Luft – Sokratis war meist Herr der Lage. Nur in der 38. Minute verlor er wie seine Teamkollegen Lukas Schmitz und Philipp Bargfrede ein wenig den Überblick und begünstigte damit den 2:1-Siegtreffer von Gaizka Toquero.

Schade, denn Bargfrede war nur drei Minuten zuvor nach einer Kombination über Florian Trinks und Marko Arnautovic der Ausgleich gelungen. Bis dahin hatte Igor Gabilondo mit einem unhaltbaren 25-Meter-Freistoß für den einzigen Höhepunkt in der kampfbetonten Partie gesorgt. Mit einem 2:0 gegen Southampton sicherte sich Bilbao später auch den Turniersieg.

Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung besitzt Werder übrigens schon morgen. Dann steht in Meppen der Test gegen Olympiakos Piräus (19 Uhr) auf dem Programm. · kni

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