Werder startet morgen in Heidenheim die nächste Jagd auf den DFB-Pokal

Schaaf ist heiß auf den Pott: „Konstant interessant“

Gute Bekannte: Thomas Schaaf holte schon fünf Mal den DFB-Pokal und will ihn unbedingt wiederhaben.

Bremen - Thomas Schaaf kann nicht anders: Diesen Pokal muss er einfach haben – wieder und wieder. Zwei Mal reckte er die Trophäe des DFB als Spieler in die Höhe, als Trainer sogar drei Mal. Natürlich immer in den Farben des SV Werder Bremen.

Morgen beginnt die Jagd ab 15.30 Uhr von Neuem: 1. Runde, Gastspiel beim Drittligisten 1. FC Heidenheim. „Als Bundesligist will man sich da natürlich behaupten“, fordert Schaaf von seinem Team einen Sieg und denkt schon weiter: „Wir haben immer das Ziel verfolgt, ins Finale zu kommen. Es ist sehr, sehr ärgerlich, in Berlin nicht dabei zu sein.“

Der 12. Mai 2012 dürfte im Hause Schaaf also schon rot im Kalender umkringelt und damit für Fußball geblockt sein. „Wir bleiben konstant interessiert an diesem Wettbewerb“, beschreibt Schaaf seine Liebe zum DFB-Pokal auf die ihm eigene Weise. Dass der Wettbewerb für Werder in diesem Jahr noch wichtiger ist – aus finanzieller Sicht und als schnellster Weg zurück in den Europacup – lässt ihn kalt: „Noch wichtiger nehmen, als wir das machen, geht nicht.“

Wie immer wurden die „Hausaufgaben“ erledigt, der Gegner unter die Lupe genommen und dabei eine „kompakte Mannschaft“ entdeckt. Aber das ist nur zweitrangig, die eigenen Stärken sind dem Favoriten wichtiger. Und Schaaf sieht sein Team nach über einem Monat Vorbereitung gerüstet für den Pflichtspielauftakt. „Die Mannschaft hat vom ersten Trainingstag an dokumentiert, dass sie es besser machen will als vergangene Saison“, schwärmt der Coach: „Wir haben die Dinge wirklich verbissen verfolgt, und jeder hat mitgezogen. Die Atmosphäre ist absolut top.“ Als jüngstes Beispiel führt Schaaf den letzten Test am Dienstag gegen Olympiakos Piräus (1:1) an: „Da hat jeder den anderen gepusht.“

So müsse es sein, gerade in der aktuellen Situation. Natürlich würden viele starke Spieler fehlen, aber statt zu jammern fordert Schaaf, den Zustand zu akzeptieren und dem vorhandenen Personal zu vertrauen. Das sei der große Unterschied zum Vorjahr, „als viele Dinge überraschend kamen, keiner erwartet hat, dass uns Naldo überhaupt nicht zur Verfügung stehen wird“, erinnert sich Schaaf: Jetzt wissen wir, dass er nicht dabei ist, und gehen mit dieser Situation ganz anders um.“

Nur beim Pokal bleibt alles beim Alten: volle Konzentration auch gegen Außenseiter. Die letzte Blamage liegt schon fünf Jahre zurück (Erstrunden-Aus in Pirmasens), der letzte Triumph dafür nur zwei Jahre. Das Problem: Werder holte seine letzten vier Pokaltitel in einem Fünf-Jahres-Rhythmus (1994, 1999, 2004 und 2009), wäre also erst wieder 2014 an der Reihe. Doch so lange will sich Schaaf ganz sicher nicht gedulden. · kni/ck

Das könnte Sie auch interessieren

Xi Jinping warnt vor Gefahren für China

Xi Jinping warnt vor Gefahren für China

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Citroën C3 Aircross im Test: Aufbruch ins Abenteuerland

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Von Braeburn bis Boskoop: Kochen und Backen mit Äpfeln

Reis ist eine Delikatesse für sich

Reis ist eine Delikatesse für sich

Meistgelesene Artikel

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Sargent verliert mit USA bei U17-WM

Kein Trainingslager

Kein Trainingslager

Das passiert am Samstag

Das passiert am Samstag

Pavlenka und Veljkovic wieder zurück

Pavlenka und Veljkovic wieder zurück

Kommentare