Damit die Referees zum Training kommen

Schaaf fordert Profi-Schiri

Bremen - Das Schicksal von Babak Rafati hat auch Thomas Schaaf bewegt. Doch anders als zum Beispiel sein Stuttgarter Kollege Bruno Labbadia, der sein Verhalten auf dem Platz überdenkt, will der Werder-Coach nach dem Selbsttötungsversuch des Bundesliga-Schiedsrichters nicht auf diesen Zug aufspringen.

Aus einem einfachen Grund, wie er sagt: „Ich habe schon oft genug gesagt, dass wir alle den Zustand auf dem Platz verändern müssen. Da sind wir Trainer genauso gefordert wie Spieler und Schiedsrichter. Und es gibt ja auch schon einen ständigen Austausch.“ Doch damit sei es nicht getan. „Wir müssen bessere Regeln kriegen, die allen das Leben einfacher machen“, fordert Schaaf, und nicht nur das: „Die Schiedsrichter sollten die Möglichkeit nutzen, bei unserem Training dabei zu sein. Ein besseres Praxistraining kann ich doch gar nicht kriegen.“ Natürlich dürfe ein Unparteiischer nur bei den Clubs seines Heimatverbandes, die er ohnehin nicht pfeifen darf, vorbeischauen. Weil das die Schiedsrichter zeitlich noch mehr in Anspruch nehme, bleibt für Schaaf eigentlich nur eine Lösung: „Man sollte über den Profi-Schiedsrichter nachdenken.“

Doch so gerne sich der Werder-Trainer mit dem Thema beschäftigt, so ungerne redet er öffentlich darüber. Denn der 50-Jährige fühlt sich mit seinen Aussagen nicht wahrgenommen. „Das ist doch jetzt nichts Neues von mir“, faucht er und winkt ab, als wolle er sagen: Das bringt doch nichts, denn es ändert sich nichts. · kni

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