Schaaf: „Alle sind heiß auf meinen Job“

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Thomas Schaaf im Gespräch mit Klaus Allofs.

Werder-Bremen - BREMEN (kni) · Die sportliche Krise hat auch etwas Gutes – sie schweißt ganz offensichtlich die Werderaner noch enger zusammen.

Nachdem Clubchef Klaus Allofs und auch Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer bei der Mitgliederversammlung am vergangenen Montag eine Lobeshymne auf Thomas Schaaf gehalten und dem bei einigen Fans und Medien durchaus in die Kritik geratenen Trainer volle Rückendeckung gegeben hatten, bedankte der sich nun ebenso emotional dafür.

Werder-Training am Donnerstag

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„Das ist nicht alltäglich und auch nicht normal, wenn das so öffentlich rübergebracht wird, deshalb bin ich dafür auch sehr dankbar und freue mich natürlich über diese Worte“, sagte Schaaf gestern auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel auf Schalke: „Dieses Gefühl, das die Geschäftsführer dort ausgesprochen haben, vermitteln sie mir eigentlich ständig. Das ist eine Tatsache, die meine Arbeit hier absolut stärkt und die mich in meinem Handeln über die ganzen Jahre immer wieder bestätigt hat.“

Davon können Fußball-Lehrer bei anderen Bundesligisten nur träumen. Dort herrscht fast überall ein munteres Kommen und Gehen auf der Trainerbank, weil der Geduldsfaden wesentlich dünner als in Bremen ist. Da müssten viele Trainerkollegen ziemlich neidisch auf Schaafs Schlaraffenland sein. „Alle sind heiß auf meinen Job“, erwiderte Schaaf ganz trocken – und hatte die Lacher auf seiner Seite. Die Heiterkeit gefiel ihm offenbar so sehr, dass er noch nachlegte: „Es gibt genügend, die mir sagen: Sag’ den Herren da oben Bescheid, wenn du nicht mehr willst, ich finde die Ausfahrt.“

Doch vorerst können sich ambitionierte Übungsleiter die Reise nach Bremen sparen: Der 49-Jährige, seit Mai 1999 Chefcoach bei Werder, machte gestern nicht den Eindruck, dass er an Rückzug denkt. Und sein Vertrag läuft ohnehin noch bis Sommer 2012.

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