Werder kassiert 2:3-Pleite gegen PEC Zwolle

„Saublöde Gegentore“ und noch ein Verletzter

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Zlatko Junuzovic (links) hat es erwischt, der Werder-Profi musste nach einem Zweikampf verletzt ausgewechselt werden. ·

Werder-Bremen - LOHNE · So langsam, aber sicher dürften die Werder-Fans nervös werden. Denn nach dem 1:1 gegen Zweitligist 1860 München, der peinlichen 0:1-Pleite beim Drittligisten VfL Osnabrück setzte es gestern Abend in Lohne eine 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den niederländischen Erstligisten PEC Zwolle. Das Schlimmste daran: Werder offenbarte – wie in der miserablen Vorsaison – deutliche Mängel im Defensivverhalten.

„Unser oberstes Ziel war es, zu Null zu spielen. Natürlich ist es ärgerlich, dass man dann drei Gegentore bekommt“, meinte Werder-Keeper Sebastian Mielitz, der dieses unschöne Gefühl noch bestens aus der vergangenen Spielzeit kennt. Weil die Bremer sich aber eben nicht in der Saison, sondern in der Vorbereitung befinden, macht sich „Miele“ noch „keine Sorgen. Wir sind in einer Phase, in der Fehler passieren.“

Deutliche Kritik von den Verantwortlichen gab es auch diesmal nicht. Trainer Robin Dutt verwies zwar darauf, dass „die Bausteine Defensiv- und Offensivverhalten noch nicht zusammenpassen“ – er sagte aber auch: „Das ist nicht unnormal in der Vorbereitung.“ Und Sportchef Thomas Eichin beklagte zwar „zwei saublöde Gegentore“, sah allerdings auch „viele gute Sachen“.

Schon nach acht Minuten musste Mielitz vor 3 073 Zuschauern im Heinz-Dettmer-Stadion zum ersten Mal den Ball aus dem Netz holen. Ein langer Diagonalball hatte die komplette Bremer Defensive überrascht. Fred Benson steuerte alleine aufs Tor zu und vollstreckte cool mit dem linken Fuß ins lange Eck. Der Ausgleich durch Nils Petersen, der nach Flanke von Aaron Hunt abstaubte, fiel zwar nur fünf Minuten später, aber Sicherheit und Ruhe brachte das nicht. Stattdessen kassierte Werder schnell das 1:2 (15.). Neuzugang Cedric Makiadi hatte sich in der eigenen Hälfte einen katastrophalen Ballverlust geleistet. Nach der flachen Hereingabe grätschte erneut Benson den Ball über die Linie. 2:1 für die Niederländer, die einen guten Eindruck hinterließen und Werder vor allem mit ihrem schnellen Umschalten mehrfach in Verlegenheit brachten. Richtig gute Bremer Chancen gab’s vor der Pause nicht mehr – dafür die Verletzung von Zlatko Junuzovic, der nach einem Zweikampf ausgewechselt werden musste. „Er hat sich das Sprunggelenk verdreht. Bisher ist es nicht dick – ich hoffe, das bleibt so“, sagte Dutt: „Noch einen Verletzten können wir nicht gebrauchen.“

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In der Pause nahm der Bremer Coach lediglich eine Änderung vor: Marko Arnautovic ersetzte Petersen als zentrale Spitze. Das zweite Werder-Tor schoss aber ein anderer: Niclas Füllkrug traf nach Hunt-Vorlage mit links zum 2:2 (50.). Vorne waren die Bremer nun verbessert, hinten aber nicht. Der Ex-Wolfsburger Mateusz Klich durfte aus 16 Metern ungehindert Zwolles 3:2 erzielen (55.).

Weil Werder danach einige gute Möglichkeiten ausließ, war das auch der Endstand.

Werder: Mielitz - Fritz (60. Gebre Selassie), Prödl (75. Pavlovic), Caldirola, Hartherz (75. Ignjovski) - Makiadi (75. Kroos), Ekici (60. Trybull), Elia (60. Stevanovic), Hunt (80. Akpala), Junuzovic (38. Füllkrug), Petersen (46. Arnautovic). · mr

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