Kein Einsatz, weil noch Papiere fehlen

FC Santos stoppt Wesley

Muss sein Debüt im Werder-Dress verschieben: Bremens neuer Mittelfeldspieler Wesley hat noch keine Freigabe.

Bremen - Von Arne Flügge · Die Eindrücke, die Wesley im Training abgeliefert hat, waren hervorragend. Daher sollte der Neuzugang von Werder Bremen heute (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln schon sein Debüt feiern – doch der FC Santos stoppte seinen Ex-Spieler. Wesley muss im Weserstadion noch zuschauen.

„Wir haben noch keine Freigabe. Von daher konnten wir ihn noch nicht auf die Spielberechtigungsliste setzen“, erklärte ein sichtlich verärgerter Trainer Thomas Schaaf gestern nach dem Abschlusstraining: „Es fehlen noch Papiere aus Brasilien. Die waren nicht rechtzeitig da.“

Bis gestern Mittag (12.00 Uhr) hätte Werder seinen Mittelfeldmann auf die Transferliste setzen müssen, damit er gegen Köln hätte spielen dürfen. Doch vergeblich warteten die Verantwortlichen auf der Geschäftsstelle darauf, dass die Unterlagen eintrafen. „Sehr ärgerlich, aber so ist das nun einmal. Wir können es nicht ändern“, brummte Schaaf, der seinen neuen Spieler gerne eingesetzt hätte.

Auch Klaus Allofs reagierte ungehalten auf die fehlenden Papiere und nahm den abgebenden Verein FC Santos unter Beschuss. „Sie haben sich wieder einmal so gezeigt, wie während der gesamten Verhandlungen: schleppend und unzuverlässig. Das hat sich jetzt fortgesetzt“, wetterte der Bremer Sportchef, der hofft, jetzt spätestens bis Montag alle Unterlagen zusammen zu haben. „Die Bereitschaft, Wesley abzugeben, und die Summen standen fest“, so Allofs. Im Vertragswerk seien nach einigem Hin und Her in den letzten Tagen aber noch Formulierungen zu klären gewesen. „Doch sie haben es einfach nicht rechtzeitig hinbekommen, uns die Unterlagen zuzusenden“, grantelte der 53-Jährige.

Anstelle von Wesley dürfte nun Marko Arnautovic in die Startelf rücken und im rechten Mittelfeld hinter Sturmspitze Claudio Pizarro spielen. Arnautovic war am Dienstag in der Champions League-Qualifikation in Genua eingewechselt worden und gleich ein belebendes Element gewesen.

Ebenfalls von Anfang an dabei: Marko Marin. Der kleine Dribbelkünstler, in den ersten Spielen nur Joker, hatte in Genua den Belastungstest über 120 Minuten bestanden. „Mit hatte vorher ein wenig die Fitness gefehlt“, räumte der 21-Jährige ein: „Jetzt habe ich wieder die Kraft.“

Einen Wechsel könnte es heute auf der linken Abwehrseite geben. Sebastian Boenisch übernahm gestern im Training den Part von Petri Pasanen. Grünes Licht für einen Einsatz gab der zuletzt grippekranke Aaron Hunt: „Alles wieder okay.“

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