Di Santo, Vestergaard, Bartels und Bargfrede nicht im Mannschaftstraining

Bangen um die Besten

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Werders Franco Di Santo trainierte gestern nicht mit der Mannschaft.

Bremen - Neun Punkte in acht Tagen – Werder will seine Erfolgsserie in der Rückrunde fortsetzen, auch morgen (15.30 Uhr) gegen den Tabellenfünften Bayer Leverkusen gewinnen und damit den dritten „Dreier“ im Jahr 2015 einfahren. Allerdings hat die englische Woche bereits deutliche Spuren hinterlassen.

Philipp Bargfrede

Torjäger Franco Di Santo, Abwehr-Riese Jannik Vestergaard und Offensiv-Wirbler Fin Bartels drohen auszufallen, auch Mittelfeld-Abräumer Philipp Bargfrede war gestern nicht auf dem Trainingsplatz zu sehen. Fehlen alle Vier, wäre das extrem schmerzhaft, denn sie gehörten zuletzt zu den besten Bremern.Allen voran Di Santo, der nach acht Wochen Verletzungspause (Außenbandanriss) famos zurückehrte und in den beiden Rückrundenspielen drei Tore schoss. Der Argentinier hat offenbar eine leichte Zerrung im vorderen Oberschenkel. „Ich hoffe, es ist kein Muskelfaserriss“, sagte Trainer Viktor Skripnik gestern Mittag bei der Pressekonferenz und schob noch hinterher: „Wenn man so lange verletzt war wie er, hat man eben ab und zu Muskelprobleme. Wir sind aber noch optimistisch, dass es klappt. Das wäre schön, denn er hat zuletzt zwei Klassespiele gemacht.“ Bartels, der wie Di Santo individuell im Kraftraum trainierte, hat laut Skripnik „in Hoffenheim einen Schlag abbekommen. Er hat richtige Probleme, es zieht vom Rücken in den Oberschenkel. Für ihn wird es sehr eng. Es kann gut sein, dass er nicht dabei ist.“ Bargfrede, der schon am Donnerstag nur Rad gefahren war, absolvierte auch gestern ein Einzeltraining – vermutlich aber nur eine Schonungsmaßnahme, schließlich war auch der 25-Jährige lange verletzt. Neuzugang Vestergaard, der vor der Teameinheit ein paar Runden auf dem Platz drehte und dann wieder reinging, habe leichte Beschwerden am Fuß, berichtete Skripnik und betonte: „Ich hoffe, dass er spielen kann. Er war zuletzt enorm wichtig für uns.“

Fin Bartels

Es gibt aber auch eine gute Personalnachricht: Zlatko Junuzovic ist nach abgesessener Gelbsperre zurück im Team. „Darüber freuen wir uns natürlich sehr“, meinte Skripnik. Und Sportchef Thomas Eichin freut sich zudem noch darüber, dass Werder „genug Alternativen“ im Kader habe, um mögliche Ausfälle zu kompensieren: „Das gibt einem ein gutes Gefühl.“ So gut, dass sich der 48-Jährige sogar gegen ein Spitzenteam wie Leverkusen einiges ausrechnet. „Wir haben hier im Weserstadion gegen jeden Gegner die Chance zu punkten, das haben wir bewiesen.“ Auch bei Eichin ist die Brust nach dem perfekten Rückrundenstart mit den Erfolgen gegen Hertha (2:0) und in Hoffenheim (2:1) noch ein bisschen breiter geworden. Grund zum Abheben gibt es deshalb aber noch längst nicht, mahnt der Sportchef. Werder solle „eine gewisse Demut“ an den Tag legen: „Wir sind gut beraten, den momentanen Hype nicht überzubewerten. Wir lassen die Kirche im Dorf, konzentrieren uns auf das, was uns stark macht – und wir flippen nicht aus.“ Auch Skripnik, der als Chefcoach noch gar keine Bremer Heimniederlage erlebt hat (13 von 15 möglichen Punkten), mag sich nicht blenden lassen. Der 45-jährige Ukrainer ist zwar „sehr stolz“ auf die Leistungen in der noch jungen Rückrunde, aus dem Abstiegskampf habe sich Werder aber durch die Siege nicht befreit: „Wir haben noch gar nichts erreicht – und wir vergessen nicht, wo wir mal waren. Wir werden Tage und Minuten haben, wo wir mal schlecht spielen.“

mr

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