Di Santo und Ujah morgen als Duett möglich / Lobeshymnen auf den Neuen

Erst die Dreierpacks – nun die Traumsturm-Premiere?

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Anthony Ujah hat in seinem ersten Einsatz für Werder einen guten Eindruck hinterlassen.

Aus Neuruppin berichtet Malte Rehnert - Sie sind beide schon ordentlich in Ballerlaune. Franco Di Santo und Anthony Ujah trafen im ersten Werder-Testspiel der Vorbereitung gegen den Sechstligisten MSV Neuruppin (11:0) jeweils dreimal und zeigten ihre Vollstrecker-Qualitäten. Gemeinsam auf dem Platz standen der 26-jährige Argentinier und der 24-jährige Nigerianer jedoch noch nicht. Di Santo spielte in der ersten, Ujah in der zweiten Halbzeit. Morgen (18.30 Uhr) könnte der vermeintliche Bremer Traumsturm nun zum ersten Mal aufgeboten werden – im zweiten Test bei Drittligist Hansa Rostock.

„Die zwei sind die Wunschformation, klar – zwei Top-Stürmer“, betont Werders Sportchef Thomas Eichin, der sogar glaubt, dass in Bremen eines der besten Angriffsduos der Bundesliga wachsen könnte. Ujah schoss in der vergangenen Saison zehn Tore für den 1. FC Köln, Di Santo 13 für Werder.

Was der erfolgreichste Bremer Schütze aus dem Vorjahr kann, wissen alle. Und gegen Neuruppin „haben wir das auch wieder gesehen“, sagt Eichin und meint den Hattrick des Argentiniers zwischen der 16. und 26. Minute. Der Sportchef weiß freilich auch, dass Di Santo mit jedem Tor – auch gegen unterklassige Teams wie den MSV Neuruppin – für andere Clubs interessanter und interessanter wird. In dem nun schon Monate dauernden Poker um die vorzeitige Verlängerung des bis 2016 laufenden Vertrags bedient sich Eichin immer wieder der gleichen Argumente. „Er fühlt sich hier eben wohl. Er weiß, dass er gesetzt ist und einen hohen Stellenwert hat – auch in der Mannschaft“, sagt der Geschäftsführer und verspricht, nicht locker zu lassen: „Wir arbeiten an dem Thema und werden sehen, wie nahe wir uns wirklich sind.“ Schon ziemlich nahe, hatte Di Santo beim Vorbereitungsstart verkündet.

Wenn es aber nicht klappt und der Argentinier noch geht, müsste Werder schon wieder hochkarätigen Ersatz beschaffen – so wie für Davie Selke. Für den 20-Jährigen, der dem Lockruf von Zweitligist RB Leipzig gefolgt war, holten die Bremer Ujah für 4,5 Millionen Euro aus Köln.

Vom neuen Mann sind alle ziemlich angetan. Egal, ob Trainer, Sportchef oder Mitspieler – die ersten Eindrücke sind durchweg positiv. „Er hat keine hektischen Sachen gemacht und mir sehr gut gefallen“, sagte Coach Viktor Skripnik nach dem Dreierpack des nigerianischen Nationalspielers bei der Premiere im Werder-Trikot. Eichin ist sich sicher, „dass wir an Anthony noch viel Freude haben werden“. Ujah sei ein „richtig guter, vielleicht mehr als guter Ersatz“ für Selke, findet der Sportchef. Und Mittelfeldmann Fin Bartels schwärmt schon: „Er weiß, wo das Tor steht, schlägt einen Haken – und rumms! Da hat Werder einen echten Glücksgriff getan.“

Von einigen Werder-Fans wurde Ujah, den auch die Köln-Anhänger bis zur Verkündung seines Wechsels liebten, nach dem Neuruppin-Spiel sogar mit Sprechchören gefeiert. Das könnte bald – dann aber viel lauter – auch im Weserstadion so sein. Glaubt Eichin, der neben dem positiven Charakter („Da wird es 1000-prozentig keine Probleme mit ihm geben“) viel Publikumsliebling-Potenzial bei Ujah sieht: „Allein durch seine Spielweise wird er den Fans gefallen. Anthony gibt immer 100 Prozent, volle Kanne. Das kommt an.“

Ujah selbst war nach seinem gelungenen Start ganz bescheiden: „Es macht mich stolz, gleich für Werder getroffen zu haben – ein guter Auftakt.“ So soll es weitergehen, am besten schon morgen in Rostock.

Bilder vom Vormittagstraining am Montag

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